15 May 2026, 10:16

AfD plant radikalen Personalumbau in Sachsen-Anhalts Behörden nach Wahlsieg

Das Logo des United States Department of Labor mit dem Text "1933 dann jetzt nächsten" darunter, das einen blauen Kreis mit einem weißen Stern und einen weißen Rand zeigt.

AfD plant radikalen Personalumbau in Sachsen-Anhalts Behörden nach Wahlsieg

Die Alternative für Deutschland (AfD) hat umfassende Pläne für den öffentlichen Dienst in Sachsen-Anhalt vorgelegt, falls sie die anstehende Landtagswahl gewinnt. Parteichef Ulrich Siegmund warnte, dass Versuche, die Umsetzung ihrer Politik zu blockieren, Konsequenzen nach sich ziehen würden. Zu den Vorhaben gehört die Ersetzung von bis zu 200 Beamten in Landesbehörden und Ministerien.

Die AfD beabsichtigt, zwischen 150 und 200 Stellen in der Landesverwaltung mit eigenen Kandidaten zu besetzen. Die Veränderungen zielen auf Führungspositionen im mittleren Management der Ministerien sowie auf leitende Posten in anderen Behörden ab. Anders als frühere Regierungen beschränkt die Partei die personellen Wechsel nicht auf Minister- oder Staatssekretärsposten.

Zudem hat die Partei signalisiert, bestimmte Landesbehörden abzuschaffen – darunter die Landesenergieagentur. Über die Ministerien hinaus erstrecken sich die Pläne der AfD auf landeseigene Unternehmen, in denen sie mehr Kontrolle anstrebt. Siegmund erklärte, zwar könnten viele Abteilungsleiter als vertrauenswürdig gelten, doch ein Großteil der mittleren Bürokratie entziehe sich bisher politischem Einfluss.

Um Widerstand zu vermeiden, versprach die AfD, mit allen Beamten zusammenzuarbeiten – unabhängig von deren politischer Haltung. Siegmund machte jedoch deutlich, dass aktive Opposition nicht geduldet werde. Die Partei kündigte an, entschlossen durchzugreifen, sollten ihre Vorhaben gezielt verzögert oder behindert werden.

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Ein solcher Umbruch würde eine deutliche Zäsur in der Verwaltung Sachsen-Anhalts bedeuten, falls die AfD die Wahl gewinnt. In Schlüsselbehörden und Unternehmen könnten Beamte ausgetauscht, bestimmte Institutionen sogar vollständig aufgelöst werden. Die Haltung der Partei lässt kaum Raum für Kompromisse mit jenen Bediensteten, die ihrer Agenda kritisch gegenüberstehen.

Quelle