09 May 2026, 04:13

Alabali-Radovan fordert Ende der Abschiebedebatten über syrische Geflüchtete

Gruppe von Menschen, die auf einem Schotterweg mit einem Hund gehen, einige tragen Taschen und einer sitzt in einer Kutsche, mit Häusern und einem klaren Himmel im Hintergrund; Text unten lautet "Deutsche Flüchtlinge in Deutschland."

Alabali-Radovan fordert Ende der Abschiebedebatten über syrische Geflüchtete

Entwicklungsministerin Reem Alabali-Radovan kritisiert Debatten über Abschiebungen von Syrern

Bundesentwicklungsministerin Reem Alabali-Radovan hat die anhaltenden Diskussionen über die Abschiebung von Syrern scharf kritisiert. Solche Debatten schüfen unnötige Verunsicherung bei den in Deutschland lebenden Menschen, argumentierte sie. Ihre Äußerungen fielen im Rahmen der Veranstaltung der Plattform „Neuer Aufbruch für Syrien“, bei der die Beiträge von Syrern im Mittelpunkt standen.

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Alabali-Radovan zeigte sich frustriert über Forderungen, Syrier müssten „endlich“ zum Wiederaufbau ihres Landes beitragen. Viele von ihnen engagierten sich bereits aktiv in Wiederaufbauprojekten – gleichzeitig hätten sie sich erfolgreich in die deutsche Gesellschaft integriert, betonte die Ministerin.

Auf der Veranstaltung wurde deutlich, wie Syrier eine Doppelfunktion erfüllen: Sie unterstützen den Wiederaufbau in ihrer Heimat und bauen sich gleichzeitig ein Leben in Deutschland auf. Die Ministerin forderte, ihr Fachwissen stärker in die deutsche Entwicklungszusammenarbeit einzubinden.

Gleichzeitig warnte sie vor Diskussionen über Zwangsrückführungen, da diese die Stabilität syrischer Communities in Deutschland untergrüben. Stattdessen solle der Fokus auf praktischen Wegen liegen, ihre Kompetenzen für lokale wie internationale Projekte nutzbar zu machen.

Mit ihren Aussagen setzt Alabali-Radovan ein Zeichen für eine Neuausrichtung: Statt über Abschiebungen zu streiten, gelte es, die Leistungen von Syrern anzuerkennen. Ihr Plan sieht eine engere Zusammenarbeit mit Diaspora-Gruppen in der deutschen Entwicklungspolitik vor. Ziel ist es, die Verbindungen zwischen syrischen Communities und den laufenden Wiederaufbau-Bemühungen zu stärken.

Quelle