08 May 2026, 04:18

Asylanträge sinken – doch nicht wegen Pushbacks oder Grenzkontrollen

Eine detaillierte Karte von Europa, die die Mitgliedstaaten der Europäischen Union mit Ländernamen, Grenzen, wichtigen Städten, Flüssen und geografischen Merkmalen hervorhebt.

Asylanträge sinken – doch nicht wegen Pushbacks oder Grenzkontrollen

Asylanträge in Deutschland gehen stark zurück – doch nicht wegen strengerer Grenzkontrollen

Die Zahl der Asylanträge in Deutschland ist im Vergleich zum Vorjahr deutlich gesunken. Doch der Rückgang ist nicht auf schärfere Grenzüberwachung zurückzuführen, sondern auf veränderte Bedingungen in Syrien. Unterdessen kritisiert der Migrationsexperte Gerald Knaus jüngste Pushback-Maßnahmen als sowohl rechtswidrig als auch wirkungslos.

2024 nahmen Deutschland und Österreich 80 Prozent aller in der EU anerkannten syrischen Flüchtlinge auf. Nun verzeichnen beide Länder den stärksten Rückgang bei Neuankömmlingen. Behörden führen diesen Wandel darauf zurück, dass weniger Syrer aus ihrer Heimat fliehen – und nicht auf politische Erfolge.

Seit Mai 2025 haben Pushbacks an den deutschen Binnengrenzen Priorität. Die Behörden konzentrieren sich darauf, Asylsuchende nach Österreich, Polen und in die Schweiz zurückzubringen. Doch trotz dieser Bemühungen haben die Maßnahmen kaum Einfluss auf die Gesamtzahlen.

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Die Politik wurde erstmals 2015 von der rechtspopulistischen AfD vorgeschlagen. Der Migrationsforscher Gerald Knaus argumentiert, dass solche Pushbacks gegen EU-Recht verstoßen und keine nachhaltige Lösung bieten. Seine Kritik unterstreicht die Kluft zwischen politischem Handeln und tatsächlicher Wirkung.

Die Asylzahlen in Deutschland sinken weiter – doch die Ursachen liegen außerhalb der Landesgrenzen. Die umstrittene Pushback-Strategie der Regierung wirft rechtliche Bedenken auf und ihre Wirksamkeit bleibt fraglich. Vorerst spiegelt der Rückgang der Anträge eher regionale Veränderungen wider als innere Sicherheitsmaßnahmen.

Quelle