16 March 2026, 22:16

Automobilcluster warnt vor Kollaps der Zulieferer in Baden-Württemberg

Bar chart showing the number of electric vehicles in the United States, with BMW's installed capacity increase noted.

Automobilcluster warnt vor Kollaps der Zulieferer in Baden-Württemberg

Automobilcluster der wvib Schwarzwald AG fordert stärkere Partnerschaften und bessere Rahmenbedingungen

Der Automobilcluster der wvib Schwarzwald AG hat ein Positionspapier veröffentlicht, das engere Partnerschaften und verbesserte Bedingungen in der Automobilbranche fordert. Das von 53 Unterzeichnern unterstützte Dokument verdeutlicht die wachsenden Herausforderungen für mittelständische Zulieferer in Baden-Württemberg. Steigende Kosten, rückläufige Aufträge und unklare Transformationspläne gefährden Arbeitsplätze und den regionalen Wohlstand.

Allein im Jahr 2025 gab es in Baden-Württemberg 67 größere Insolvenzen, davon 14 bei Automobilzulieferern. Hohe Energie- und Arbeitskosten, geopolitische Spannungen sowie veränderte Marktanforderungen haben die Auftragsvolumina stark schrumpfen lassen. Die Produktion von Kompaktwagen in der Region ist um bis zu 27 Prozent eingebrochen – besonders betroffen sind Städte wie Stuttgart und Karlsruhe, die traditionell auf die Fertigung von Fahrzeugen der Mittelklasse setzen. Viele Zulieferer sind dadurch dem schwindenden Absatz schutzlos ausgesetzt.

Das Positionspapier, erarbeitet vom Beirat des Automobilclusters, fordert die Hersteller auf, planungssichere Rahmenbedingungen, faire Verträge und klare Transformationsfahrpläne zu schaffen. Die Zulieferer argumentieren, dass instabile Produktionspläne Investitionen in Technologie, Personal und Infrastruktur untergraben. Ohne verlässliche Partnerschaften sei eine langfristige Planung für viele Unternehmen kaum noch möglich.

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Gleichzeitig ruft der Cluster die Politik auf, die Energiekosten durch marktwirtschaftliche Reformen zu senken, Genehmigungsverfahren zu beschleunigen und die Forschungsförderung auszubauen. Hanna Böhme, Vorstandsvorsitzende der wvib Schwarzwald AG, betonte, dass eine faire Zusammenarbeit zwischen Herstellern und Zulieferern entscheidend sei, um die Zukunft der Branche zu sichern. Mit der Kampagne "Deutschland kann mehr" drängt die Initiative zusätzlich auf Reformen und warnt, dass Verbrenner-Verbote die gesamte Wertschöpfungskette destabilisieren.

Die Zulieferer befürworten zwar eine CO₂-Bepreisung als Innovationsmotor, fordern aber gleichzeitig umfassendere Unterstützung. Das Papier verlangt einen ausgewogenen Ansatz, um die Wettbewerbsfähigkeit des baden-württembergischen Automobilsektors während des technologischen Wandels zu erhalten.

Die Vorschläge des Automobilclusters zielen darauf ab, eine unter starkem Druck stehende Branche zu stabilisieren. Angesichts von Produktionsrückgängen, steigenden Insolvenzzahlen und unsicheren Energiepolitiken sehen sich mittelständische Zulieferer einer zunehmend schwierigen Lage gegenüber. Die Empfehlungen richten sich gleichermaßen an die Industrie und die Politik, um Arbeitsplätze und wirtschaftliche Stabilität in der Region zu sichern.

Quelle