Berlin E-Prix 2026: Wehrleins Führung wackelt vor dem Tempelhof-Duell
Matteo KrauseBerlin E-Prix 2026: Wehrleins Führung wackelt vor dem Tempelhof-Duell
Die Formel-E-Meisterschaft 2026 erreicht vor dem Doppellauf des Berlin E-Prix an Fahrt. Pascal Wehrlein führt derzeit mit 83 Punkten, doch die Verfolger Edoardo Mortara und António Félix da Costa holen auf. Die Rennen auf dem Gelände des ehemaligen Flughafens Tempelhof am 2. und 3. Mai werden den Titelkampf erneut durcheinanderwirbeln.
Nach da Costas Sieg in Madrid, der die Konkurrenz weiter anheizte, rückt nun Berlin in den Fokus. Die raue Betonoberfläche und die langen Geraden der Tempelhof-Strecke werden Fahrer und Material gleichermaßen fordern. Reifenabnutzung und Energiemanagement spielen eine entscheidende Rolle – wer früh führt, zahlt oft einen hohen strategischen Preis.
Das GEN4-Fahrzeug, das in dieser Saison sein Debüt feiert, bringt bahnbrechende Technologie auf die Strecke. Es beschleunigt in nur 1,8 Sekunden von 0 auf 100 km/h – schneller als ein modernes Formel-1-Auto – und verfügt als erstes FIA-Einsitzer-Fahrzeug über einen permanenten Allradantrieb. Mit 600 kW Leistung und ohne Radschlupf verspricht es packende Windschatten-Duelle.
Nachhaltigkeit steht ebenfalls im Mittelpunkt des GEN4-Designs. Gebaut aus recyceltem Kohlefasermaterial und mit einer Batterie ohne Seltene Erden, ist es das erste vollständig recycelbare Rennfahrzeug der Welt. Citroën Racing präsentierte kürzlich bei Tests eine Übergangs-Lackierung in Rot-Schwarz-Tarnoptik, die auf eine zukünftige Identität mit französischem Erbe hindeutet.
Der Berlin E-Prix wird zu einem entscheidenden Moment in der Meisterschaft 2026. Wehrleins Führung gerät unter Druck, während die Geschwindigkeit und die Nachhaltigkeitsinnovationen des GEN4 eine zusätzliche Spannungsebene schaffen. Die Rennen in Tempelhof könnten die Tabelle neu mischen, bevor die Saison in die entscheidende Phase geht.






