23 May 2026, 12:15

Berliner Bündnis fordert radikale Schulreform für mehr Demokratie und Inklusion

Koalition für ein gerechteres Schulsystem in Berlin gegründet

Berliner Bündnis fordert radikale Schulreform für mehr Demokratie und Inklusion

Breites Bündnis fordert grundlegende Reformen an Berlins Schulen

Ein breites Bündnis aus Schüler-, Eltern- und Bildungsinitiativen drängt auf tiefgreifende Veränderungen im Berliner Schulsystem. Am Donnerstag wird Jennifer Rosin, die Landesschülervertreterin, Forderungen nach einer demokratischeren, inklusiveren und gerechteren Bildung vorstellen. Die Allianz wirft der aktuellen Schulpolitik vor, viele Schülerinnen und Schüler im Stich zu lassen und das Vertrauen in demokratische Werte zu untergraben.

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Das unter dem Namen „Gute Schulen für alle“ zusammengeschlossene Bündnis vereint Organisationen wie den Landesschülerausschuss (LSA), den Landeselternausschuss, das Berliner Bündnis für schulische Inklusion sowie Kampagnen wie „Schule muss anders“ und „Misch dich ein für Bildung“. Ihre Kernforderungen lassen sich in drei zentrale Bereiche gliedern: mehr Demokratie, echte Inklusion und Chancengerechtigkeit im Bildungssystem.

Jennifer Rosin kritisiert die zunehmenden psychischen Belastungen unter Schülerinnen und Schülern – die Zunahme von Erkrankungen, Einsamkeit und Stress bezeichnet sie als inakzeptabel. Schulen müssten weit mehr für das Wohlbefinden der Jugendlichen tun, fordert sie. Unterstützung erhält sie von Jennifer Roßberg vom Landeselternausschuss, die klarere Regeln und mehr Transparenz fordert, insbesondere bei Schulübergängen.

Janine Schott vom Berliner Bündnis für schulische Inklusion verweist auf eklatante Versorgungslücken: Rund 2.800 Kinder in der Stadt erhalten derzeit keinen angemessenen Schulplatz. Gleichzeitig warnt Lydia Puschnerus, Lehrerin und Vorsitzende des Schulbereichs der GEW, dass Lehrkräfte mehr Zeit und Ressourcen bräuchten, um wirksam unterrichten zu können. Ohne diese Voraussetzungen bleibe hochwertige Bildung eine Illusion, so ihr Argument.

Das Bündnis hat einen detaillierten Maßnahmenkatalog erarbeitet, um diese Missstände zu beheben. Die Vorschläge zielen darauf ab, das schwindende Vertrauen junger Menschen in demokratische Strukturen zurückzugewinnen – und Schulen sollen dabei eine Vorreiterrolle übernehmen.

Die Forderungen werden am Donnerstag offiziell präsentiert. Sollten sie umgesetzt werden, könnten sie die Art und Weise, wie Berlins Schulen mit Demokratie, Inklusion und Gerechtigkeit umgehen, grundlegend verändern. Der Landesschülerausschuss hat bereits signalisiert, dass echte Veränderungen nicht nur neue Richtlinien erfordern, sondern einen grundsätzlichen Wandel im Bildungsverständnis.

Quelle