Boris Palmer bleibt Oberbürgermeister Tübingen – und sagt Nein zum Ministeramt
Nina BrandtStreit um Ministerpost: Palmer will Tübingen-Mayor bleiben - Boris Palmer bleibt Oberbürgermeister Tübingen – und sagt Nein zum Ministeramt
Tübingens parteiloser Oberbürgermeister Boris Palmer hat bekannt gegeben, in seinem aktuellen Amt zu bleiben. Die Entscheidung fällt nach wochenlanger Spekulation über einen möglichen Ministerposten in der nächsten Landesregierung Baden-Württembergs.
Die Nachricht bestätigte Palmer direkt gegenüber der Deutschen Presse-Agentur (dpa).
Der Schritt beendet eine Phase der Unsicherheit über Palmers politische Zukunft. Gerüchten zufolge hätte er dem künftigen grün geführten Kabinett beitreten können.
Palmer informierte Cem Özdemir, den designierten Ministerpräsidenten, persönlich über seine Entscheidung. Özdemirs Grüne hatten die Landtagswahl im März 2026 mit 30,2 Prozent der Stimmen gewonnen und stehen damit vor der Ablösung von Winfried Kretschmann, der die Region 15 Jahre lang regierte, bevor er zurücktrat.
Mit dem Verbleib im Amt des Tübinger Oberbürgermeisters beendet Palmer die Spekulationen über einen möglichen Wechsel in die Landespolitik. Er bleibt damit in einer Position, die er seit Jahren unabhängig ausübt.
Palmers Entscheidung bedeutet, dass Tübingen seinen langjährigen Oberbürgermeister vorerst behält. Die Grünen, die nun dabei sind, eine neue Regierung zu bilden, werden dies ohne ihn im Kabinett tun.
Die Ankündigung bringt Klarheit in die politische Landschaft – sowohl auf kommunaler als auch auf Landesebene – im Vorfeld der Regierungsbildung.






