Braunschweigs Großer Hof wird zum lebendigen Kreativ- und Wohnquartier umgestaltet
Theo SchmidtBraunschweigs Großer Hof wird zum lebendigen Kreativ- und Wohnquartier umgestaltet
Braunschweigs Großer Hof steht vor einem tiefgreifenden Wandel
Nach Jahren des Stillstands soll das Gebiet Großer Hof in Braunschweig eine grundlegende Umgestaltung erfahren. Die Stadt plant, das Viertel als städtebauliches Sanierungsgebiet auszuweisen, um langjährige Probleme wie leerstehende Schulgebäude und brachliegende Parkflächen anzugehen. Ein 60-Millionen-Euro-Projekt zielt darauf ab, den vernachlässigten Raum in ein lebendiges Kreativ- und Wohnquartier zu verwandeln.
Die Neugestaltung folgt auf die Schließung zweier Schulen und Jahrzehnte der Stagnation seit dem Wiederaufbau nach dem Krieg. Stadtplaner sehen in der Lage des Gebiets am Rande der Innenstadt einen zentralen Grund für dringendes Handeln. Wachstum und Modernisierung stehen für die Verwaltung nun an oberster Stelle.
Das Projekt orientiert sich stark an einem preisgekrönten Entwurf eines Hamburger Architekturbüros, der 2024 im Wettbewerb „Wohn- und Kreativquartier Großer Hof“ siegte. Geplant sind ein autoreduziertes Kreativviertel mit Wohnhäusern, einer Quartiersgarage sowie Flächen für die Städtische Galerie. Zudem sollen Ateliers für Künstler, Arbeitsräume für die Kreativwirtschaft und soziale Infrastruktur eine zentrale Rolle spielen.
Die Finanzierung des 60-Millionen-Vorhabens erfolgt aus mehreren Quellen. Die Stadt hat bereits 7,9 Millionen Euro aus eigenen Mitteln bereitgestellt und wird zusätzliche Förderung über das Bundes- und Landesprogramm „Wachstum und nachhaltige Erneuerung“ beantragen. Der Großteil der verbleibenden Kosten soll durch Städtebaufördermittel gedeckt werden.
Eine entscheidende Abstimmung im Stadtrat am kommenden Dienstag könnte das Projekt freigeben. Bei einer Zustimmung wäre dies ein entscheidender Schritt zur Belebung des Großer-Hof-Viertels.
Die Umgestaltung würde neuen Wohnraum, kulturelle Räume und wirtschaftliche Impulse in einen lange vernachlässigten Teil Braunschweigs bringen. Mit gesicherter Finanzierung und ausgearbeiteten Plänen wartet das Vorhaben nun auf die finale Genehmigung. Bei Erfolg könnten die Bauarbeiten bereits in der nächsten Phase der Städtebauförderung beginnen.






