Cannabis-Legalisierung in Berlin: Schwarzmarkt schwindet, doch Grauzonen bleiben
Matteo KrauseCannabis-Legalisierung in Berlin: Schwarzmarkt schwindet, doch Grauzonen bleiben
Zwei Jahre nach der Legalisierung von Cannabis in Berlin zeigt ein neuer Bericht, wie die Politik den Markt verändert. Der Schwarzmarkt ist geschrumpft, während der Konsum unter Jugendlichen weiter zurückgeht. Dennoch warnen Kritiker, dass Lücken im System weiterhin rechtliche Grauzonen schaffen.
Die Grünen haben auf anhaltende Probleme bei der Cannabis-Beschaffung in der Hauptstadt hingewiesen. Janosch Dahmen, gesundheitspolitischer Sprecher der Partei, bezeichnete die aktuelle Situation als "Systemlücke". Er argumentiert, dass schwache legale Bezugsquellen die Nutzer stattdessen in medizinische Versorgungsstrukturen drängen.
Der zweite Zwischenbericht der Wissenschaft zur Legalisierung bestätigt Fortschritte: Der Schwarzmarktvertrieb ist zurückgegangen, und der Cannabiskonsum bei Jugendlichen hat sich seit der Gesetzesänderung weiter verringert. Doch Dahmen betonte, dass der Schutz der Gesundheit junger Menschen weiterhin Priorität habe.
Das Ziel der Grünen war von Anfang an klar: Legale Bezugsmöglichkeiten sollen den Schwarzmarkt verdrängen, ohne neue Grauzonen zu eröffnen. Dahmen warnte, dass bei anhaltender Unzuverlässigkeit der Lieferketten illegale oder halblegale Wege bestehen bleiben würden.
Die Cannabis-Legalisierung in Berlin hat den Schwarzmarkt geschwächt und den Jugendkonsum reduziert. Die Grünen bestehen jedoch darauf, dass strengere Regulierungen nötig sind, um verbleibende Schlupflöcher zu schließen. Ohne bessere Kontrollen der Versorgung, so ihre Argumentation, werde das System seine Ziele weiterhin verfehlen.






