22 April 2026, 04:17

CDU-Streit eskaliert: Radtke nennt Spahns Aussagen "katastrophal"

Detailierte alte Karte von Weimar, Deutschland, zeigt Straßen, Gebäude und Sehenswürdigkeiten mit begleitendem Text.

CDU-Streit eskaliert: Radtke nennt Spahns Aussagen "katastrophal"

Andreas Radtke, Stellvertreter des CDU-Vorsitzenden Friedrich Merz, hat jüngste Äußerungen von Jens Spahn als "katastrophal" kritisiert. Seine Bemerkungen folgten auf Spahns Aussage in der Sendung Caren Miosga, die schwarz-rote Koalition betreibe lediglich "Abwicklungsmanagement". Radtke sprach zudem grundsätzliche Bedenken an – etwa die sinkenden Umfragewerte von Union und CSU sowie die verschobenen Prioritäten der Partei.

Radtke führte die schlechten Umfrageergebnisse der Union auf mehrere Faktoren zurück. Unerfüllte Wahlversprechen nannte er als einen Grund für die Unzufriedenheit der Wähler. Gleichzeitig wies er Forderungen des CSU-Chefs Markus Söder nach einer Reform des Kündigungsschutzes zurück.

Er betonte, Unternehmen seien vor allem mit steigenden Energiekosten, unsicheren Lieferketten, Fachkräftemangel und übermäßiger Bürokratie konfrontiert. Diese Themen, so Radtke, müssten Vorrang vor politischen Debatten haben, die keine praktischen Lösungen brächten.

Zum Thema Migration stellte Radtke fest, dass es zunehmend als Sündenbock für allgemeine Frustrationen in Deutschland herhalten müsse. Er warnte, die rechtspopulistische AfD gewinne an Zulauf, indem sie eine Krisenstimmung schüre. Gleichzeitig kritisierte er Teile der CDU dafür, in ihren Vorschlägen und Diskussionen den "gesunden Menschenverstand" aus den Augen zu verlieren.

Radtke unterstrich, die Wähler verlangten klare Führung und umsetzbare Pläne. Ohne beides riskiere die Partei, ihre Stammwählerschaft weiter zu verprellen.

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Die CDU/CSU bleibt in den Umfragen weiter unter Druck – interne Zerwürfnisse und gebrochene Versprechen verschärfen die Lage. Radtkes Aussagen verdeutlichen, dass die Union ihre wirtschaftspolitischen Schwerpunkte neu justieren und greifbare Ergebnisse liefern muss. Wie die Partei diese Herausforderungen angeht, könnte über ihre künftige politische Position entscheiden.

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