07 May 2026, 02:17

Eine Million Babyboomer in NRW droht Wohnungsarmut im Ruhestand

Liniengraph, der die Anzahl der Menschen in Armut und Armutsquote in den Vereinigten Staaten von 1959 bis 2005 zeigt, mit begleitendem erklärendem Text.

Eine Million Babyboomer in NRW droht Wohnungsarmut im Ruhestand

Über eine Million Babyboomer in Nordrhein-Westfalen könnten in den nächsten zehn Jahren von Wohnungsarmut betroffen sein. Diese Warnung stammt vom Pestel-Institut, das auf die wachsende finanzielle Belastung von Rentnern hinweist. Das Problem hat sowohl Gewerkschaftsführer als auch Forscher zu dringendem Handeln aufgerufen.

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Ein neuer Bericht zeigt, dass rund 5,1 Millionen Babyboomer in ganz Deutschland eine gesetzliche Rente von weniger als 800 Euro im Monat erhalten werden. Das entspricht etwa 40 Prozent der Nachkriegsgeneration, die bis 2036 in den Ruhestand gehen wird. Viele könnten sich die steigenden Mieten nicht mehr leisten und dadurch in Wohnungsarmut abrutschen.

Aktuell sind bereits über 760.000 Rentner bundesweit auf Grundsicherungsleistungen angewiesen – das sind etwa 4,3 Prozent aller Ruheständler. Robert Feiger, Vorsitzender der Gewerkschaft IG Bau, bezeichnet bezahlbaren Wohnraum als „die soziale Frage Nummer eins“. Er betont, dass sich die Lage ohne Gegenmaßnahmen weiter verschärfen werde, da immer mehr Rentner in finanzielle Not gerieten.

Feiger fordert einen massiven Ausbau des Wohnungsneubaus. Seiner Meinung nach ist die Schaffung von mehr Wohnraum nicht nur eine soziale Notwendigkeit, sondern auch entscheidend für das Wirtschaftswachstum. Seine Warnung richtet sich auch an die Politik: Die Zukunft der aktuellen Koalition könnte davon abhängen, ob es gelingt, ausreichend neuen Wohnraum zu schaffen.

Der Bericht und Feigers Aussagen unterstreichen eine drängende Herausforderung für die Politik. Mit Millionen von Rentnern, die von Wohnungsarmut bedroht sind, wird die Nachfrage nach bezahlbarem Wohnraum stark steigen. Um das Problem zu lösen, sind sowohl kurzfristige Baumaßnahmen als auch langfristige Planungen nötig, um zukünftigen Rentnern stabile Lebensbedingungen zu sichern.

Quelle