31 March 2026, 04:15

Finanznot im Rhein-Kreis Neuss: Kommunen kämpfen gegen explodierende Kreisumlagen

Eine Liniengrafik, die den Betrag der Bundesverschuldung über die Zeit zeigt, mit begleitendem erklärendem Text.

Finanznot im Rhein-Kreis Neuss: Kommunen kämpfen gegen explodierende Kreisumlagen

Kommunen im Rhein-Kreis Neuss stehen unter wachsendem Finanzdruck durch steigende Kreisumlagen

Zwischen 2019 und 2024 sind die verpflichtenden Zahlungen der Städte und Gemeinden an den Kreis um 25 bis 30 Prozent gestiegen – in einigen Orten sogar um bis zu 40 Prozent. Nun fordern Bürgermeister dringend Reformen, um die belasteten Haushalte zu entlasten.

Die Kreisumlage ist ein jährlicher Beitrag, den alle Kommunen im Rhein-Kreis Neuss für regionale Leistungen entrichten müssen. In den vergangenen fünf Jahren stiegen die Abgaben kontinuierlich um 3 bis 7 Prozent pro Jahr, was insgesamt zu einer Erhöhung von rund 30 Prozent führte. Während Neuss einen Anstieg von 32 Prozent verzeichnete, mussten kleinere Gemeinden wie Büttgen und Holzheim sogar Steigerungen von bis zu 40 Prozent verkraften.

Grevenbroichs Bürgermeister Klaus Krützen übt scharfe Kritik an dieser Entwicklung. Er warnt, dass die wachsenden Kosten die kommunalen Budgets aushöhlen und weniger Spielraum für Schulen, Straßen und soziale Programme bleibt. Ab 2026 werden die prognostizierten Gewerbesteuereinnahmen der Stadt voraussichtlich nicht mehr ausreichen, um die volle Kreisumlage zu decken – weitere Kürzungen in anderen Bereichen wären die Folge.

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Krützen setzt sich für ein rechtlich verbindliches Sparziel im Kreishaushalt ein. Sein Vorschlag eines "Globalen Minderaufwands" – einer zweiprozentigen Reduzierung – soll die finanzielle Belastung der Kommunen begrenzen. Er betont, dass starke lokale Selbstverwaltung essenziell für den sozialen Zusammenhalt und die Demokratie sei, und präsentiert die Reform als fairen Weg zur Lastenverteilung.

Gestützt von kommunalen Spitzenverbänden, besteht Krützen darauf, dass der Kreis Verantwortung übernehmen muss. Ohne Gegenmaßnahmen, so seine Warnung, könnten Gemeinden bald selbst grundlegende Dienstleistungen und zukünftige Investitionen nicht mehr finanzieren.

Die steigende Kreisumlage hat die Kommunen im Rhein-Kreis Neuss in eine schwierige Lage gebracht: Weniger Mittel stehen für dringende Projekte zur Verfügung. Sollte das vorgeschlagene Sparziel umgesetzt werden, könnte dies künftige Erhöhungen begrenzen und die Finanznot der Städte und Gemeinden lindern. Bis dahin kämpfen die Bürgermeister weiter für Veränderungen – bevor die Haushalte noch stärker ausgehöhlt werden.

Quelle