Forschung enthüllt: Wie der Menstruationszyklus die Leistung von Spitzenathletinnen prägt
Nina BrandtForschung enthüllt: Wie der Menstruationszyklus die Leistung von Spitzenathletinnen prägt
Ein neues Forschungsprojekt untersucht, wie der Menstruationszyklus Spitzenathletinnen beeinflusst. Die Universität Freiburg leitet einen Teil der Studie, die darauf abzielt, Trainingsmethoden zu verbessern und die Gesundheit der Sportlerinnen zu schützen. Mit rund 1,6 Millionen Euro gefördert, erstreckt sich die Arbeit über die nächsten vier Jahre.
Das Projekt mit dem Namen Athletin-D konzentriert sich auf geschlechtsspezifische Unterschiede in der sportlichen Leistung. Die Forscher:innen analysieren hormonelle Veränderungen, Stresslevel, Lebensstilfaktoren und psychische Gesundheit, um zu ermitteln, wie diese sich auf Erholung und Ergebnisse auswirken. Das Freiburger Team unter der Leitung der Sportpsychologin Jana Strahler arbeitet eng mit Athletinnen, Trainer:innen und Spitzenverbänden zusammen, um sicherzustellen, dass die Erkenntnisse praxisnah anwendbar sind.
Dem Konsortium gehören die Universitäten Bochum und Wuppertal sowie die Technische Universität München an. Ihr Ziel ist die Entwicklung eines digitalen Systems für individualisiertes Training und Gesundheitsmanagement. Durch die Erfassung individueller Reaktionen könnte das Tool helfen, die Leistung zu optimieren und gleichzeitig Verletzungsrisiken zu verringern.
Die Finanzierung stammt vom Bundesinstitut für Sportwissenschaft. Langfristig soll das Projekt Spitzenathletinnen in Training und Wettbewerb besser unterstützen. Die Studie läuft bis 2028, und die Ergebnisse könnten künftige Trainingsprogramme prägen. Bei Erfolg könnte das digitale System zum Standard im Spitzensport von Frauen werden. Die Erkenntnisse könnten zudem beeinflussen, wie Trainer:innen und medizinisches Personal das Wohlbefinden von Athletinnen überwachen.






