Gestohlener Hofbräuhaus-Krug kehrt nach 50 Jahren mit 20 Euro zurück
Leni RichterGestohlener Hofbräuhaus-Krug kehrt nach 50 Jahren mit 20 Euro zurück
Ein gestohlener Hofbräuhaus-Krug kehrt nach einem halben Jahrhundert nach München zurück
Ein englischsprachiger Tourist brachte den Bierkrug 2026 zurück – 50 Jahre, nachdem er ihn 1976 während eines geselligen Abends in der berühmten Bierhalle mitgenommen hatte. Zusammen mit dem Krug schickte er 20 Euro als verspätete Bezahlung für das "geliehene" Souvenir.
Der Besucher hatte den Krug nach einem ausgelassenen Abend im Hofbräuhaus an sich genommen. Erst am nächsten Morgen bemerkte er im Hotelzimmer, dass er ihn eingesteckt hatte. Jahrzehnte später informierte er sich auf der Website des Hofbräuhaus über den aktuellen Preis eines Kruges, bevor er das Geld überwies.
Dies ist nicht der erste Fall dieser Art: 2020 schickte eine Amerikanerin einen Krug zurück, den sie 55 Jahre zuvor entwendet hatte. Wie im aktuellen Fall legte sie 20 Euro als Entschädigung bei. Drei- bis viermal jährlich erreicht die Bierhalle ähnliche Briefe mit Geld oder zurückgegebenen Krügen.
Zwischen 2021 und 2025 wurden etwa 1.500 gestohlene Krüge entweder zurückgebracht oder finanziell ausgeglichen. Davon kehrten rund 300 physisch ins Hofbräuhaus zurück. Die Rückerstattungen fließen in gemeinnützige Projekte, etwa in die Initiative Bunte Münchner Kindl für bedürftige Kinder. Auch die 20 Euro aus der jüngsten Rückgabe kommen diesem Zweck zugute.
Trotz häufiger "Verschwinden" führt die Bierhalle keine Statistik über entwendete Krüge. Die Sicherheit am Eingang soll zwar "versehentliche" Mitnahmen verhindern – doch manche Souvenirs entkommen dennoch.
Der zurückgegebene Krug reiht sich in die lange Liste der wiederbeschafften Hofbräuhaus-Krüge ein. Die 20 Euro werden, wie bei der laufenden Wiedergutmachungsaktion üblich, lokalen Kinderhilfsprojekten zugutekommen. Die Tradition, gestohlene Krüge – wenn auch Jahrzehnte später – zurückzubringen, lebt also weiter.






