16 April 2026, 00:22

Gewalt und Cybermobbing an Schulen erreichen besorgniserregende Rekordwerte

Gruppe von Schülern marschiert in Berlin mit einem bunt bemalten "Students for Future"-Schild vor einem Hintergrund aus Gebäuden, Bäumen und Himmel.

Gewalt und Cybermobbing an Schulen erreichen besorgniserregende Rekordwerte

Gewalt und Mobbing an deutschen Schulen haben laut Behörden stark zugenommen. Saskia Esken, SPD-Vorsitzende des Bildungsausschusses im Bundestag, bestätigte diesen Trend nach Polizeiberichten, die landesweit mehr Vorfälle verzeichneten. Fast jeder fünfte Schüler ist mittlerweile von Cybermobbing betroffen – eine zusätzliche Belastung für die Sicherheit im Klassenzimmer.

Die Thematik rückte in den Fokus, nachdem die AfD Anträge eingebracht hatte, die eine strengere Erfassung von Schulgewalt forderten. Darin ging es auch um religiös motiviertes Mobbing. Die Anträge wurden jedoch zur weiteren Prüfung in die Ausschüsse überwiesen, statt sofort debattiert zu werden.

Beatrix von Storch, stellvertretende AfD-Fraktionsvorsitzende, warf Esken vor, das Problem zu verharmlosen. Sie behauptete, die SPD gehe der Diskussion über den Zusammenhang von Migration und Schulgewalt aus. Esken wies dies entschieden zurück und betonte, dass Gewalt auf gesamtgesellschaftliche Ursachen zurückzuführen sei und nicht allein auf Migration.

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Vertreter von Union, Grünen und Linken stimmten darin überein, dass Schulgewalt ein ernstes Problem darstelle. Gleichzeitig kritisierten sie die AfD für eine vereinfachende Darstellung der Ursachen. Esken verwies auf mangelnde Konfliktlösungsfähigkeiten bei Jugendlichen als zentralen Grund für die zunehmende Aggression.

Polizeidaten zeigen einen deutlichen Anstieg gewalttätiger Vorfälle in allen Bundesländern. Die Zahlen unterstreichen den Handlungsbedarf, doch die politischen Parteien sind uneins über den besten Weg. Die Debatte über Schulgewalt hält an, wobei die Abgeordneten in Fragen der Ursachen und Lösungen gespalten sind. Während die AfD auf verschärfte Überwachung drängt, setzen andere Parteien auf bessere Konfliktprävention. Unterdessen sind Schüler in ganz Deutschland weiterhin wachsender Gewalt und Mobbing in den Schulen ausgesetzt.

Quelle