21 April 2026, 14:18

Handwerksbetriebe in Baden-Württemberg kämpfen mit Rekordkrisenstimmung seit 2009

Eine Liniengrafik, die die Anzahl der durch COVID-19 betroffenen US-Geschäfte nach Branche und Erholungsstatus zeigt, mit Text, der den Fortschritt der wirtschaftlichen Erholung angibt.

Handwerksbetriebe in Baden-Württemberg kämpfen mit Rekordkrisenstimmung seit 2009

Handwerksbetriebe in Baden-Württemberg stehen vor den größten Herausforderungen seit über einem Jahrzehnt. Steigende Energie- und Beschaffungskosten haben die Stimmung auf ein Niveau gedrückt, wie es seit den Anfangstagen der Corona-Pandemie nicht mehr zu verzeichnen war. Die neuesten Zahlen zeigen einen deutlichen Rückgang des Geschäftsvertrauens in der gesamten Branche.

Noch Ende 2021 bewerteten fast die Hälfte aller Betriebe in der Region ihre Lage als gut, nur 19 Prozent bezeichneten sie als schwach. Aktuell berichten jedoch nur noch 37 Prozent von einer soliden Geschäftsentwicklung – der niedrigste Wert seit 2009. Gleichzeitig stufen mittlerweile 26 Prozent der Unternehmen ihre Situation als schlecht ein.

Auch die Auftragslage hat stark gelitten. Während im gleichen Quartal des Vorjahres noch 21 Prozent der Betriebe einen Auftragszuwachs verzeichneten, sind es jetzt nur noch 17 Prozent. Noch besorgniserregender: 44 Prozent der Unternehmen melden rückläufige Aufträge – ein Anstieg gegenüber 34 Prozent vor einem Jahr.

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Der Handwerk BW, der rund 145.000 Handwerksbetriebe im Südwesten Deutschlands vertritt, warnt, dass sich die Lage weiter verschärfen könnte. Angesichts geopolitischer Spannungen, die die Kosten zusätzlich in die Höhe treiben, wächst die Unsicherheit für die 770.000 Beschäftigten und 46.000 Auszubildenden der Branche.

Energie- und Materialkosten bleiben die größten Belastungsfaktoren. Sollte sich an dieser Situation nichts ändern, könnte sich die Perspektive für das Handwerk in den kommenden Monaten deutlich eintrüben.

Die Handwerksbranche in Baden-Württemberg befindet sich derzeit auf dem tiefsten Stand seit Jahren. Immer weniger Betriebe melden eine gute Geschäftslage, während steigende Kosten und schrumpfende Aufträge die Lage zusätzlich belasten. Ohne Entlastung dürften sich die Herausforderungen für die Handwerksunternehmen der Region weiter verschärfen.

Quelle