07 May 2026, 18:15

Henkel drohen weitere Preiserhöhungen bis 2026 durch explodierende Materialkosten

Graphik, die die Schnittstelle der Inflationsnachfragekurve (blaue Linie) und der Phillips-Kurve (rote Linie) mit beschrifteten Achsen zeigt.

Henkel drohen weitere Preiserhöhungen bis 2026 durch explodierende Materialkosten

Henkel kämpft mit steigenden Materialkosten, die dem Konzern bereits zusätzliche Ausgaben in Höhe von mehreren hundert Millionen Euro beschert haben. Unternehmenschef Carsten Knobel warnte, dass weitere Preiserhöhungen bis 2026 unvermeidbar werden könnten. Das Unternehmen ergreift nun Maßnahmen, um den finanziellen Druck in seinen verschiedenen Geschäftsbereichen zu bewältigen.

Die Materialkosten bei Henkel sind im hohen einstelligen Prozentbereich gestiegen und haben dem Konzern zusätzliche Belastungen von 400 bis 500 Millionen Euro eingebracht. Als Reaktion darauf hat das Unternehmen bereits die Preise im Industriegeschäft – insbesondere bei Klebstoffen – angehoben. Mit diesen Anpassungen soll ein Teil der höheren Rohstoffkosten ausgeglichen werden.

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Im Konsumentengeschäft geht Henkel dagegen vorsichtiger vor. Hier werden Preiserhöhungen gezielt an neue Produktinnovationen geknüpft, statt flächendeckend umgesetzt. Knobel räumt ein, dass es schwierig sei, die gestiegenen Kosten an die Verbraucher weiterzugeben, die ohnehin bereits unter starkem finanziellen Druck stehen.

Falls sich der Kostendruck jedoch weiter verschärft, könnten bis 2026 auch im Konsumentenbereich breiter angelegte Preiserhöhungen notwendig werden. Der Vorstandschef schließt diese Möglichkeit nicht aus, betont aber die Unsicherheit der künftigen Marktentwicklung. Henkel verhandelt zudem Lieferantenverträge neu und prüft weitere Preisanpassungen, um die Belastung zu verringern.

Die Maßnahmen des Konzerns umfassen gezielte Preiserhöhungen im Industriebereich sowie selektive Anpassungen bei Konsumgütern. Zwar zeigt sich Henkel zurückhaltend bei flächendeckenden Preiserhöhungen für Verbraucher, doch könnte das Unternehmen kaum eine Alternative haben, sollten die Kosten weiter steigen. Vorerst liegt der Fokus darauf, finanzielle Stabilität und Marktnachfrage in Einklang zu bringen.

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