04 April 2026, 22:15

IG Metall will in Sachsen-Anhalt Fachkräfte mit "Job-to-Job"-Netzwerk retten

Liniengraph, der die monatlichen Arbeitsplatztrends in Beaulaville, NC von August 2012 bis Juli 2013 zeigt, mit der x-Achse, die von Monat zu Monat beschriftet ist, und der y-Achse, die die Arbeitsplatzzahlen zeigt.

IG Metall will in Sachsen-Anhalt Fachkräfte mit "Job-to-Job"-Netzwerk retten

IG Metall drängt auf landesweites "Job-to-Job"-Netzwerk in Sachsen-Anhalt für reibungslose Branchenübergänge

Die Gewerkschaft IG Metall setzt sich für ein flächendeckendes Netzwerk in Sachsen-Anhalt ein, das Arbeitnehmern den direkten Wechsel in neue Beschäftigungsverhältnisse ermöglichen soll – noch bevor Arbeitslosigkeit droht. Ziel des Vorhabens ist es, den Verlust wertvollen Fachwissens zu verhindern, indem qualifizierte Kräfte nahtlos in neue Positionen vermittelt werden. Thorsten Gröger, Bezirksleiter der IG Metall, betonte, es sei wirtschaftlich unsinnig, Fachkräfte erst in die Arbeitslosigkeit zu entlassen, um sie später wieder anzuwerben.

Das geplante Netzwerk soll als dauerhafte Plattform für berufliche Übergänge fungieren. Es bringt Unternehmen mit Personalüberschuss mit solchen zusammen, die dringend qualifizierte Mitarbeiter suchen – und verhindert so Lücken in regionalen Wertschöpfungsketten. Priorität hätten dabei zunächst interne Lösungen, um Erfahrung und Spezialwissen innerhalb der Betriebe zu halten, bevor externe Wechsel in Betracht gezogen werden.

Bisher gibt es in keinem anderen Bundesland ein direkt vergleichbares "Job-to-Job"-Modell, das Sachsen-Anhalt als Vorbild dienen könnte. Zwar existieren Initiativen wie die Arbeitsmarktaktivierung in Baden-Württemberg oder von den IHKs unterstützte Partnerschaften mit Jobcentern, diese konzentrieren sich jedoch auf Qualifizierung und Vernetzung – nicht auf den direkten Arbeitgeberwechsel.

Der Erfolg des Vorhabens hängt von der gleichberechtigten Beteiligung von Unternehmen, Gewerkschaften, Landesregierung, Kammern und Bildungsträgern ab. Das System soll keine neuen Bürokratieebenen schaffen, sondern bestehende Instrumente wie Arbeitsagenturen und Weiterbildungsprogramme besser verknüpfen. Die IG Metall plant Gespräche mit zentralen Akteuren, um einen sozial verantwortlichen und langfristigen Rahmen zu entwickeln.

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Ziel des Netzwerks ist es, die industrielle Basis der Region zu stabilisieren, indem Karrierewege gesichert werden, bevor Stellenabbau droht. Dadurch soll die Widerstandsfähigkeit der Wirtschaft in Sachsen-Anhalt gestärkt werden, indem Fachwissen im Land gehalten wird. Die Diskussionen über Umsetzung und Zusammenarbeit sollen in Kürze beginnen.

Quelle