13 April 2026, 16:16

Keine akuten Kraftstoffengpässe in Deutschland – doch die Lage bleibt angespannt

Liniengraph, der einen Rückgang der projizierten zukünftigen Ölimporte mit begleitendem erklärendem Text zeigt.

Keine akuten Kraftstoffengpässe in Deutschland – doch die Lage bleibt angespannt

Die deutsche Regierung hat erklärt, dass derzeit keine akute Gefahr von Kraftstoffengpässen im Land bestehe. Laut Behörden decken inländische Raffinerien gegenwärtig nahezu den gesamten Bedarf an Benzin sowie den Großteil des Dieselbedarfs. Dennoch bleiben Bedenken hinsichtlich der künftigen Versorgung, sollte sich die Lage im Golf weiter zuspitzen.

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Deutschland produziert etwas mehr Benzin, als es verbraucht, und kann so fast den gesamten heimischen Bedarf decken. Auch rund 90 Prozent des Dieselbedarfs werden durch die eigene Produktion abgedeckt. Diese starke inländische Förderung hat bisher physische Versorgungsengpässe verhindert.

Das Wirtschaftsministerium warnt jedoch, dass es ab Ende April oder im Mai zu Störungen kommen könnte, falls sich der Konflikt im Nahen Osten weiter verschärft. Betroffen ist dabei der anhaltende Krieg sowie die Sperrung der Straße von Hormus, einer entscheidenden Schifffahrtsroute. Ein weiterer Stopp der US-Kraftstoffexporte könnte deutsche Tankstellen in Richtung Versorgungsengpässe drängen.

US-Beamte, darunter Energieminister Wright und Innenminister Burgum, haben versichert, dass keine Pläne zur Einschränkung von Öl- und Gasexporten bestünden. Trotz dieser Zusagen kritisiert der deutsche Abgeordnete Michael Kellner die optimistische Haltung der Regierung. Er argumentiert, dass möglicher politischer Druck durch Donald Trump die Versorgungssicherheit weiterhin gefährden könnte.

Aktuell bleibt die Kraftstoffversorgung Deutschlands dank hoher inländischer Produktionskapazitäten gesichert. Ob es später in diesem Jahr zu Engpässen kommt, hängt jedoch von den Entwicklungen im Golf und der US-Exportpolitik ab. Die Regierung beobachtet die Lage weiterhin genau.

Quelle