21 April 2026, 16:31

Klimaproteste in Braunschweig: Aktivist:innen fordern Stopp für neue Gaskraftwerke

Plakat mit Text und Logo, auf dem steht: "Wir reduzieren die Treibhausgasemissionen bis 2030 um etwa eine Gigatonne."

Klimaproteste in Braunschweig: Aktivist:innen fordern Stopp für neue Gaskraftwerke

Klimaschutzaktivist:innen in Braunschweig haben bei einer aktuellen Protestaktion die Energiepolitik der Bundesregierung scharf kritisiert. Mitglieder der Bewegung Fridays for Future warfen Wirtschaftsministerin Katherina Reiche vor, mit Investitionen in neue Gaskraftwerke den Klimaschutz zu untergraben. Die Demonstration war Teil einer bundesweiten Welle von Streiks, die auch Berlin, Hamburg, Köln und München erfassten.

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Niko Schoss, Sprecher von Fridays for Future Braunschweig, argumentierte, dass die Millardeninvestitionen in Gasinfrastruktur Deutschland langfristig an fossile Energieträger binden würden. Er warnte, dass diese Abhängigkeit das Land an internationale Krisen und autokratische Regime kette. Stattdessen betonte die Gruppe die Vorteile erneuerbarer Energien: geringere Kosten, größere Energieunabhängigkeit, besseren Klimaschutz und neue Arbeitsplätze.

Alexander Dammmeier, ein weiterer Aktivist der Braunschweiger Gruppe, verwies darauf, dass erneuerbare Energien bereits 62 Prozent des deutschen Strommixes ausmachten. Er behauptete, Reiches Politik gefährde jahrelange Fortschritte im Klimaschutz – und dass falsche Energieentscheidungen letztlich alle träfen. Die Bewegung fordert ein vollständig auf Erneuerbaren basierendes Energiesystem bis 2035, da dies der deutschen Industrie die nötige Planungssicherheit gebe.

Der Braunschweiger Protest reiht sich in landesweite Kundgebungen ein, bei denen Demonstrant:innen einen schnelleren Ausstieg aus fossilen Brennstoffen forderten. Die Organisator:innen betonten, dass eine Beschleunigung der Energiewende sowohl ökologische als auch wirtschaftliche Vorteile für Deutschland bringe.

Die Forderungen der Aktivist:innen zielen auf eine vollständige Umstellung auf Erneuerbare innerhalb des nächsten Jahrzehnts ab. Sie argumentieren, dass dies Emissionen senken, Energiekosten reduzieren und Deutschland vor den Schwankungen des globalen Brennstoffmarkts schützen würde. Die Proteste zeigen den wachsenden Druck auf die Politik, Gasinvestitionen zugunsten sauberer Alternativen aufzugeben.

Quelle