Knorr steht vor Milliardendeal: US-Konzern McCormick will die Kultmarke übernehmen
Nina BrandtKnorr steht vor Milliardendeal: US-Konzern McCormick will die Kultmarke übernehmen
Knorr, die bekannte deutsche Marke für Fertiggerichte und Gewürzmischungen, könnte bald den Besitzer wechseln. Der US-amerikanische Gewürzhersteller McCormick & Company hat Interesse bekundet, die Marke von Unilever zu übernehmen. Sollte der Deal zustande kommen, könnte er Milliarden Dollar wert sein und würde eine weitere Verschiebung in der Lebensmittelbranche markieren.
Knorr ist seit fast 200 Jahren ein fester Begriff in deutschen Haushalten. Ursprünglich gehörte die Marke von 1998 an zum US-Lebensmittelkonzern Bestfoods, bevor sie 2000 von Unilever übernommen wurde. Heute unterhält Knorr vier Produktionsstandorte in Deutschland.
Der mögliche Verkauf erfolgt zu einer Zeit, in der Unilever unter Führung von CEO Fernando Fernandez umstrukturiert. Die Verbraucherausgaben verändern sich – immer mehr Menschen greifen zu günstigeren Produkten oder sparen insgesamt. Dieser Druck zwingt Lebensmittelkonzerne dazu, ihre Markenportfolios neu zu bewerten.
Als wahrscheinlicher Käufer gilt McCormick & Company, der weltweit führende Anbieter von Gewürzen und scharfen Saucen. Das in Maryland ansässige Unternehmen verzeichnet jährliche Umsätze von knapp 7 Milliarden Dollar und beschäftigt rund 14.000 Mitarbeiter. Eine erfolgreiche Übernahme würde seine Präsenz in Europa deutlich ausbauen.
Mit dem Deal würde Knorr, eine Marke mit tiefen Wurzeln in Deutschland, erneut in US-amerikanischen Besitz übergehen. Der Verkauf spiegelte zudem Unilevers anhaltende Strategie wider, das Geschäft zu straffen. Die Folgen könnten den Markt für Gewürze und Fertiggerichte in den kommenden Jahren neu prägen.






