03 May 2026, 00:21

KSI in der Kritik: Alter Witz über Gewalt gegen Schwangere entfacht Debatte

Eine realistische Skizze einer Frau, die ein Baby hält, wobei das Baby zu ihr hochschaut und beide sanfte Ausdrücke zeigen, mit einem Wasserzeichen im Hintergrund.

KSI in der Kritik: Alter Witz über Gewalt gegen Schwangere entfacht Debatte

„Britain’s Got Talent“-Juror KSI gerät nach wiederaufgetauchtem Witz über Gewalt gegen Schwangere in die Kritik

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Der Britain’s Got Talent-Juror KSI sieht sich scharfer Kritik von Aktivistinnen und Aktivisten gegen häusliche Gewalt ausgesetzt, nachdem ein alter Witz von ihm über Schläge gegen schwangere Frauen wieder aufgekommen ist. Der Streit begann, als ein YouTube-Video aus dem Jahr 2017 auftauchte, in dem er die umstrittene Äußerung im Gespräch mit seiner Mutter fallen ließ. Der inzwischen gelöschte Clip hat die Debatte über grenzwertigen Humor und die Verantwortung von Influencern im Netz neu entfacht.

KSI, mit bürgerlichem Namen Olajide William Olatunji, wurde zunächst als Mitglied der YouTube-Gruppe The Sidemen bekannt, die durch Comedy-Sketchs und Online-Challenges Millionen Fans begeistert. Ihr Kanal zählt mittlerweile über 18 Millionen Abonnenten. Die aktuelle Empörung rührt jedoch von einem alten Video her, in dem seine Mutter ihm rät, Verhütungsmittel zu verwenden – woraufhin er kontert: „Wenn sie schwanger wird, boxe ich einfach das Baby aus ihr raus.“

Eine dem 31-Jährigen nahestehende Quelle betonte, das Video sei fast ein Jahrzehnt alt, und KSI bereue seine Worte zutiefst. Er habe eingesehen, dass die Äußerung „dumm und falsch“ gewesen sei, und habe sich seitdem weiterentwickelt. Dennoch tauchte der Clip 2023 wieder auf und löste eine Welle der Kritik aus, die KSI schließlich dazu veranlasste, eine Auszeit von den sozialen Medien anzukündigen.

Die britische Organisation Women’s Aid, die sich für den Schutz von Frauen einsetzt, verurteilte die Bemerkung scharf und stellte klar, dass Warteschlangen über Gewalt gegen Schwangere niemals akzeptabel seien. Eine Sprecherin wies darauf hin, dass schwangere Frauen ein erhöhtes Risiko für häusliche Gewalt tragen – solche „Scherze“ verharmlosten das Problem und seien besonders schädlich. Die Stellungnahme der Hilfsorganisation verstärkte den öffentlichen Aufschrei, und viele forderten von Influencern mit großer Reichweite mehr Verantwortungsbewusstsein.

Der Vorfall rückt KSI erneut in den Fokus der Kritik. Beobachter hinterfragen, ob seine Entschuldigung und der Rückzug aus den sozialen Medien die grundsätzliche Problematik ausreichend adressieren. Das wiederaufgetauchte Video bleibt ein zentraler Bezugspunkt für Diskussionen über grenzwertige Inhalte und deren langfristige Auswirkungen. Aktivistinnen warnen weiterhin davor, dass die Verharmlosung von Gewalt – selbst im Scherz – schwerwiegende reale Konsequenzen haben kann.

Quelle