23 May 2026, 06:13

Lada Deutschland schließt nach Jahrzehnten endgültig seine Pforten

Lada-Importeur schließt nach 50 Jahren in Deutschland

Lada Deutschland schließt nach Jahrzehnten endgültig seine Pforten

Lada Deutschland GmbH stellt endgültig den Betrieb ein

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Die Lada Deutschland GmbH, einst ein wichtiger Akteur für den Import russischer Autos nach Deutschland, hat nun endgültig ihre Tore geschlossen. Das Unternehmen, das in den 1990er-Jahren auch Kia den Einstieg in den deutschen Markt ermöglichte, meldete nach Jahren rückläufiger Verkäufe und Lieferkettenproblemen Insolvenz an. Selbst der letzte Versuch, durch den Verkauf chinesischer Marken das Geschäft zu retten, scheiterte.

Die Probleme von Lada in Deutschland begannen bereits 2019, als der Mutterkonzern AvtoVAZ die Auslieferung von Fahrzeugen in die EU einstellte. Der Grund war klar: Die Lada-Modelle erfüllten nicht die strengeren Abgasnormen der Euro-6d-TEMP-Stufe. Die Verkäufe waren ohnehin schon seit Jahren rückläufig und sanken auf gerade einmal wenige Dutzend Fahrzeuge pro Jahr.

Die Lage verschärfte sich 2022 weiter, als Sanktionen und logistische Hindernisse die Lieferung von Lada-Fahrzeugen und Ersatzteilen aus Russland zum Erliegen brachten. Ohne Nachschub versuchte das Unternehmen, sich mit dem Verkauf des Geländewagens Niva – einem nach wie vor gefragten Modell – über Wasser zu halten. Doch selbst das reichte nicht aus, um das Geschäft zu retten.

In einem letzten Rettungsversuch setzte Lada Deutschland auf chinesische Hersteller und bot Fahrzeuge der Marken JAC Motors und Dayun an, in der Hoffnung, die verlorenen Einnahmen zu ersetzen. Doch der Strategiewechsel kam zu spät, und das Unternehmen konnte sich von den finanziellen Problemen nicht mehr erholen.

Mit der Schließung endet Ladas jahrzehntelange Präsenz in Deutschland. Die Marke, einst ein bekannter Name auf dem Markt, zieht sich nach gescheiterten Versuchen zurück, regulatorische Hürden und wirtschaftliche Zwänge zu überwinden. Ehemalige Mitarbeiter und Händler müssen nun neue Partner finden, während die letzten Insolvenzverfahren abgeschlossen werden.

Quelle