Leerstehende Büros werden zu Wohnungen – mit bis zu 30.000 Euro Förderung pro Einheit
Leni RichterLeerstehende Büros werden zu Wohnungen – mit bis zu 30.000 Euro Förderung pro Einheit
Ein neues Regierungsprogramm bietet finanzielle Anreize, um leerstehende Büroräume in Wohnungen umzuwandeln. Investoren können Zuschüsse von bis zu 30.000 Euro pro Wohneinheit erhalten, um die Umbaukosten zu decken. Das Programm zielt darauf ab, den Wohnraummangel zu bekämpfen und gleichzeitig die Leerstandsquoten in Großstädten zu senken.
Die Initiative richtet sich an die sieben größten urbanen Ballungsräume Deutschlands, wo ungenutzte Büroflächen Platz für etwa 11.000 neue Wohnungen bieten könnten. Unter optimalen Bedingungen ließe sich das Potenzial auf 60.000 Wohnungen steigern, wenn alle geeigneten Gebäude umgenutzt würden.
Um Fördergelder zu erhalten, müssen die Sanierungen den Standard "Effizienzhaus 85 Erneuerbare Energien" erfüllen – sofern das Gebäude nicht unter Denkmalschutz steht. Pro Unternehmen sind maximal 300.000 Euro an nicht rückzahlbaren Zuschüssen möglich.
Doch der Prozess birgt Herausforderungen: Bürogrundrisse erfordern oft kostspielige Anpassungen, um Wohnanforderungen zu genügen – etwa den Einbau von Küchen, Bädern und einer angemessenen Belüftung. Die in den letzten Jahren gestiegenen Baukosten haben zudem die Attraktivität solcher Umbauten für manche Projektentwickler verringert.
Das Programm will zwei drängende Probleme lösen: den Wohnungsmangel und hohe Büro-Leerstände. Durch die Förderung klimafreundlicher Sanierungen könnte es zudem die Emissionen älterer Gebäude reduzieren. Dennoch könnten die finanziellen Hürden der Umwandlung die Zahl der tatsächlich umgesetzten Projekte begrenzen.






