Martin Schulz erhält nachträglich Paralympics-Silber durch Doping-Disqualifikation
Theo SchmidtMartin Schulz erhält nachträglich Paralympics-Silber durch Doping-Disqualifikation
Der deutsche Paralympionik Martin Schulz hat bei den Paralympics 2024 in Paris nachträglich die Silbermedaille im PTS5-Sprint-Triathlon erhalten. Die Aufwertung erfolgte nach der Disqualifikation des brasilianischen Athleten Ronan Nunes Cordeiro wegen eines Dopingverstoßes. Die Entscheidung wurde im Januar 2026 nach einem langwierigen Prüfverfahren bestätigt.
Schulz, zweifacher Paralympic-Sieger aus Sachsen, hatte im Sprint-Wettbewerb am 2. September 2024 zunächst Bronze gewonnen. Sein Ergebnis änderte sich, nachdem Cordeiro bei einer Wettkampfkontrolle positiv auf das verbotene anabole Steroid 19-Norandrosteron getestet worden war.
Cordeiro war im Oktober 2024 vorläufig gesperrt worden, während der Fall geprüft wurde. Ein unabhängiges Anti-Doping-Tribunal des Internationalen Paralympischen Komitees (IPC) bestätigte seine Disqualifikation in einer Anhörung am 28. Januar 2026. In der Folge wurde Cordeiros Leistung in Paris annulliert, und Schulz' Medaille wurde auf Silber aufgewertet.
Die World Triathlon wird nun über weitere Sanktionen gegen Cordeiro entscheiden, die möglicherweise ein vollständiges Wettkampfverbot umfassen. Durch den Beschluss des IPC erhält Schulz offiziell die Silbermedaille der Paralympics 2024. Cordeiros Fall bleibt für zusätzliche Strafen in Prüfung. Die Entscheidung unterstreicht die Gültigkeit der Anti-Doping-Bestimmungen im paralympischen Sport.






