Modedesigner provoziert Blackpink-Jisoo – und löst Fan-Sturm aus
Belgischer Modedesigner wirft Blackpink-Star Jisoo vor, geliehene Kleidung nicht zurückgegeben zu haben
Der belgische Modedesigner Benjamin Voortmans warf der K-pop-Sängerin Jisoo von Blackpink kürzlich vor, für ein Fotoshooting geliehene Kleidungsstücke nicht zurückgeschickt zu haben. Die Vorwürfe lösten umgehend eine empörte Reaktion ihrer hingebungsvollen Fangemeinde aus. Später relativierte Voortmans seine Aussage und gab zu, Jisoos Namen bewusst genannt zu haben, um eine Reaktion zu provozieren – nicht, um sie persönlich anzugreifen.
Zunächst hatte Voortmans die Anschuldigungen öffentlich gemacht, was sofortige Proteste von Jisoos Fans zur Folge hatte. Die Blackpink-Mitglied hat auf Instagram 80 Millionen Follower und damit ein riesiges, hochengagiertes Publikum. Der Designer mildert inzwischen seinen Ton und betonte, er bewundere Jisoo und verurteile den Online-Hass, dem sie ausgesetzt sei.
Nach einer zunächst zugesagten Interview mit WWD zog Voortmans seine Zusage zurück und erklärte, die Angelegenheit werde privat geklärt. Der Vorfall zeigt, wie schwierig es für Marken ist, den richtigen Umgang mit Fangemeinden zu finden – besonders, wenn Fans gegen Überkommerzialisierung oder vermeintliche Angriffe auf ihren Einfluss rebellieren.
Experten kommentierten die Situation: Susan Kresnicka, Gründerin von KR&I und des Fandom Institute, betonte die enorme Macht von Fans, öffentliche Erzählungen zu prägen. Michael Lewis, Marketingprofessor an der Emory University, wies darauf hin, dass Konflikte, die die Identität von Fans berühren, selbst von kleineren Akteuren wie Modedesignern heftige Reaktionen auslösen können.
Der Fall verdeutlicht zudem die Rolle parasozialer Beziehungen im Konsumverhalten. Studien zufolge empfinden 75 Prozent der Fans Fan-Kultur als genauso unterhaltsam – oder sogar unterhaltsamer – als die Inhalte, denen sie eigentlich folgen. Diese emotionale Bindung treibt Ausgaben und Markenloyalität an und macht Fangemeinden zu einer mächtigen Kraft in Marketingstrategien.
Der Streit zwischen Voortmans und Jisoos Fans unterstreicht den Einfluss engagierter Fan-Communities. Marken und Persönlichkeiten müssen diese Beziehungen mit Bedacht steuern, da Fehltritte schnell zu massiver Kritik führen können. Gleichzeitig zeigt der Vorfall, wie parasoziale Verbindungen das Konsumverhalten in Unterhaltung und Mode prägen.






