Netanyahu lebendig – doch warum halten sich die Todesgerüchte so hartnäckig?
Nina BrandtNetanyahu lebendig – doch warum halten sich die Todesgerüchte so hartnäckig?
Gerüchte über den Tod des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanyahu halten sich hartnäckig im Netz – trotz seiner wiederholten Dementis. Ein kürzlich veröffentlichtes Video, das von Nutzer:innen in sozialen Medien analysiert wurde, hat neue Spekulationen über seinen Aufenthaltsort und Gesundheitszustand befeuert. Die Behauptungen reichen von angeblichen Todesdaten bis hin zu Theorien über Doppelsgänger und den Einsatz künstlicher Intelligenz.
Die jüngste Welle der Mutmaßungen begann nach einer Umfrage von Tuomas Malinen, Professor an der Universität Helsinki, die die Diskussionen neu entfachte. Social-Media-Nutzer:innen verwiesen auf vermeintliche Auffälligkeiten in Netanyahus Sprechweise und Formulierungen in einem Video vom 27. März 2026, in dem er die Gerüchte zurückwies. Einige behaupteten sogar, der Clip sei mit KI erzeugt worden – ein Vorwurf, für den es jedoch keine Belege gibt.
Die Theorien gewannen an Fahrt während der gemeinschaftlichen Militäroperation der USA und Israels gegen den Iran, die am 28. Februar 2026 gestartet wurde. Iranische Staatsmedien hatten zuvor bereits falsche Meldungen über Netanyahus Tod verbreitet und so zur Verwirrung beigetragen. Frühere Berichte behaupteten zudem, er könnte bei einem Raketenangriff am 8. März ums Leben gekommen sein – doch Netanyahu zeigte sich öffentlich am 9. und 10. März, als er gemeinsam mit Gesundheitsminister Haim Katz das Nationale Gesundheitsnotfall-Zentrum Israels besuchte.
Weitere unbestätigte Geschichten machten die Runde, darunter Berichte, sein Privatjet habe ungewöhnlich lange in Berlin festgesessen. Verschwörungstheorien gingen sogar so weit, den Verbleib seines Körpers infrage zu stellen und zu spekulieren, ob bei öffentlichen Auftritten ein Double eingesetzt worden sei. Diese Behauptungen knüpften an frühere Meldungen an, wonach Netanyahu den damaligen US-Präsidenten Donald Trump einst davon überzeugt habe, ein Militärschlag könne das iranische Regime stürzen – was die Spekulationen noch weiter anheizte.
Netanyahu hat die Gerüchte mehrfach zurückgewiesen, darunter auch in dem Video vom 27. März, dessen Echtheit er bestätigte. Dennoch halten sich die Theorien hartnäckig, befeuert durch Debatten in sozialen Medien und unbestätigte Behauptungen. Die anhaltenden militärischen Spannungen mit dem Iran und frühere Desinformationskampagnen schüren weiterhin Unsicherheit über seinen tatsächlichen Status.






