12 March 2026, 18:16

Neue Rettungshubschrauber-Station in Ravensburg-Bavendorf startet 2026

Ein gelbes Hubschrauber sitzt auf einem Flughafen-Asphalt umgeben von Bäumen und einem klaren blauen Himmel, mit verschiedenen Gegenständen in der Nähe des Hubschraubers.

Neue Rettungshubschrauber-Station in Ravensburg-Bavendorf startet 2026

Neue Luftrettungsstation in Ravensburg-Bavendorf soll Notfallversorgung in Oberschwaben beschleunigen

Bald wird eine neue Luftrettungsstation in Ravensburg-Bavendorf die Einsatzzeiten in ganz Oberschwaben deutlich verkürzen. Der Rettungshubschrauber, der künftig den Namen Christoph Oberschwaben trägt, soll nach der Eröffnung täglich von Sonnenaufgang bis 20:00 Uhr im Einsatz sein. Behörden zufolge werden sich dadurch vor allem für Patienten in abgelegenen Gebieten die Transportzeiten deutlich verringern.

Die Verlegung des Hubschraubers geht auf eine Analyse des Luftrettungsbedarfs in Baden-Württemberg aus dem Jahr 2020 zurück. Die Studie empfahl eine Stärkung der Versorgung in der Region, woraufhin Ravensburg-Bavendorf als neuer Standort ausgewählt wurde. An der Standortentscheidung waren lokale Verantwortliche, darunter der Landkreis Ravensburg und die Stadt Ravensburg, maßgeblich beteiligt.

Der bisher als Christoph 45 bekannte Hubschrauber erhält mit Christoph Oberschwaben einen neuen Namen, der seine regionale Ausrichtung unterstreicht. Der Betrieb soll nach einem noch ausstehenden Vergabeverfahren aufgenommen werden, das voraussichtlich in der ersten Jahreshälfte 2026 abgeschlossen sein wird. Die Station ist eine von zehn geplanten Standorten im Land, die im Rahmen der laufenden Modernisierung der Notfallversorgung entstehen sollen.

Sobald der Hubschrauber im Einsatz ist, profitieren Patienten, die bisher mit längeren Wartezeiten konfrontiert waren. Tagsüber wird er Gebiete erreichen, die im alten System außerhalb einer 20-minütigen Flugzeit lagen.

Die neue Station erweitert die Luftrettungskapazitäten in Baden-Württemberg – insgesamt sind zehn vergleichbare Projekte in Vorbereitung. Für weitere Standorte laufen derzeit Ausschreibungsverfahren, allerdings wurden neben Ravensburg-Bavendorf und Lahr noch keine zusätzlichen Orte bestätigt. Ziel der Umstrukturierung ist es, die Einsatzzeiten zu verkürzen und die Notfallversorgung in der gesamten Region zu verbessern.

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