Neuer Risikokapitalfonds 14leafs startet in Unterfranken für Start-ups in früher Phase
Nina BrandtNeuer Risikokapitalfonds 14leafs startet in Unterfranken für Start-ups in früher Phase
Neuer Risikokapitalfonds 14leafs in Unterfranken gestartet, um Gründungen in früher Phase zu fördern
In Unterfranken hat der neue Wagniskapitalfonds 14leafs seine Arbeit aufgenommen, um Start-ups in der Region in ihrer Anfangsphase zu unterstützen. Die Initiative zielt auf ein langjähriges Problem ab: Vielversprechende, forschungsbasierte Ideen scheitern häufig am Wachstum, weil es an Zugang zu Finanzmitteln mangelt. Gestützt von zentralen regionalen Partnern wird der Fonds nicht nur Kapital, sondern auch Fachwissen bereitstellen, um Gründern beim Skalieren ihrer Unternehmen zu helfen.
Hinter dem Fonds stehen die Julius-Maximilians-Universität Würzburg (JMU), die Sparkasse Mainfranken Würzburg und die Beteiligungsgesellschaft StellaVent Capital. Gemeinsam wollen sie bis zu 50 Millionen Euro einsammeln, um in technologiegetriebene Start-ups zu investieren. Jochen Schönleber, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Mainfranken Würzburg, bezeichnete 14leafs als „strategischen Schritt, um das Wirtschaftswachstum Unterfrankens zu stärken“.
Der Fokus von 14leafs liegt auf Start-ups aus den Bereichen Life Sciences, Gesundheit, Deep Tech und digitale Technologien – Sektoren, in denen die regionalen Hochschulen bereits führend sind. Die Investitionen richten sich an Unternehmen in der Pre-Seed- bis Series-A-Phase, wobei die Anfangsfinanzierung zwischen 100.000 und einer Million Euro liegen soll. Langfristig könnte der Fonds 40 bis 50 Start-ups unterstützen.
Neben finanzieller Förderung bietet 14leafs unternehmerische Beratung, Branchenkontakte und Zugang zu weiteren Investoren. Zwar liegt der Schwerpunkt auf lokalen Gründungen, doch steht der Fonds auch Unternehmen aus anderen Regionen offen, sofern ihre Technologien und Geschäftsmodelle überzeugen. Ziel ist es, Unterfranken als Innovationsstandort zu festigen.
Prof. Dr. Paul Pauli, Präsident der JMU, betonte die Bedeutung des Fonds als Brücke zwischen akademischer Forschung und Wirtschaft. Indem universitäre Erkenntnisse in wettbewerbsfähige Unternehmen umgewandelt werden, soll 14leafs dazu beitragen, Arbeitsplätze, Fachkräfte und wirtschaftliche Wertschöpfung in der Region zu halten.
Die Gründung von 14leafs stellt einen gezielten Versuch dar, das Forschungspotenzial Unterfrankens in nachhaltige Unternehmen zu überführen. Mit klarem Fokus auf wachstumsstarke Branchen und einer Kombination aus Finanzierung und Mentoring strebt der Fonds eine langfristige wirtschaftliche Wirkung an. Die ersten Investitionen sollen in den kommenden Monaten erfolgen.






