15 May 2026, 20:17

NHTSA erweitert historischen Takata-Airbag-Rückruf um 40 Millionen Fahrzeuge

Sicherheitsluftsack im Bild gezeigt.

NHTSA erweitert historischen Takata-Airbag-Rückruf um 40 Millionen Fahrzeuge

Die US-amerikanische Straßenverkehrsbehörde NHTSA hat eine weitere großangelegte Rückrufaktion für Takata-Airbags angeordnet und damit die ohnehin schon größte Rückrufaktion in der Geschichte der amerikanischen Automobilbranche ausgeweitet. Bis zu 40 Millionen zusätzliche Fahrzeuge könnten nun betroffen sein, da weiterhin Sicherheitsbedenken wegen der defekten Bauteile bestehen.

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Die Airbag-Gasgeneratoren von Takata können mit zu großer Wucht auslösen und dabei Metallteile in den Fahrzeuginnenraum schleudern. Diese Defekte stehen im Zusammenhang mit mindestens elf Todesfällen und Dutzenden Verletzungen weltweit. Das Unternehmen gibt an, dass langfristige Einwirkung von hoher Hitze und Feuchtigkeit den Defekt verursacht – in Europa wurden jedoch aufgrund der unterschiedlichen Klimabedingungen keine solchen Vorfälle gemeldet.

Daimler war bereits mehrfach von Rückrufen wegen Takata-Airbags betroffen. 2015 rief der Automobilhersteller in den USA 840.000 Fahrzeuge wegen fehlerhafter Fahrer-Airbags zurück und stellte dafür 340 Millionen Euro bereit. Nun muss das Unternehmen die Rückrufaktion erneut ausweiten, diesmal wegen möglicherweise defekter Beifahrer-Airbags in rund 200.000 Fahrzeugen in den USA und Kanada.

Um die Kosten der jüngsten Rückrufaktion zu decken, hat Daimler für das laufende Geschäftsjahr einen Betrag im „mittleren dreistelligen Millionenbereich“ veranschlagt. Dieser Schritt erfolgt vor dem Hintergrund anhaltenden regulatorischen Drucks, das langjährige Sicherheitsproblem zu lösen.

Mit der erweiterten Rückrufaktion erreicht die Zahl der betroffenen Takata-Airbags in den USA ein beispielloses Ausmaß. Die zusätzlichen finanziellen Rückstellungen von Daimler unterstreichen die Dimension des Problems, während die Automobilhersteller weiterhin die Risiken durch die defekten Bauteile bekämpfen. Behörden und Hersteller arbeiten daran, die Airbags in Millionen von Fahrzeugen, die noch auf den Straßen unterwegs sind, auszutauschen.

Quelle