Nordkurier Mediengruppe stellt auf Abendzustellung ihrer Tageszeitungen um
Nina BrandtNordkurier Mediengruppe stellt auf Abendzustellung ihrer Tageszeitungen um
Die Nordkurier Mediengruppe stellt die Zustellung ihrer Tageszeitungen um. Künftig werden Titel wie der Nordkurier, die Schweriner Volkszeitung, die Schwäbische Zeitung und der Zollern-Alb-Kurier abends statt morgens ausgeliefert. Hintergrund der Änderung sind steigende Kosten und rückläufige Verkaufszahlen im Printbereich, die die frühmorgendliche Zustellung unwirtschaftlich machen.
Die Gruppe hat die Abendzustellung bereits in ausgewählten Regionen getestet – mit positiver Resonanz. Bis Ende dieses Jahres soll die Umstellung abgeschlossen sein. Leser erhalten ihre Printausgaben dann von Dienstag bis Sonntag – also sieben Ausgaben pro Woche statt bisher sechs.
Parallel zum Zeitungsgeschäft baut das Unternehmen ein eigenes Logistiknetz auf. Dieses soll Pakete, Lebensmittel, Medikamente und Briefe befördern – allesamt am Abend zugestellt. Als erster Kunde hat sich bereits Hermes für den neuen Service entschieden.
Die digitale Ausgabe bleibt weiterhin täglich aktuell. Verlage, die an der Morgenzustellung festhalten, könnten jedoch zunehmend Schwierigkeiten haben, ihre Printversionen wirtschaftlich zu betreiben. Einige könnten ihre Leser künftig darüber informieren müssen, dass in ihrer Region nur noch digitale Ausgaben verfügbar sind.
Mit dem Schritt sollen Kosten gesenkt und gleichzeitig die Printzeitungen erhalten bleiben. Die Abendzustellung bietet eine Lösung angesichts steigender Mindestlöhne und sinkender Printauflagen. Zudem eröffnet das erweiterte Logistiknetz der Gruppe neue Einnahmequellen jenseits des klassischen Verlagsgeschäfts.






