Orkan "Elli" legt Europa lahm: Schneechaos, Stromausfälle und gestrandete Reisende
Nina BrandtOrkan "Elli" legt Europa lahm: Schneechaos, Stromausfälle und gestrandete Reisende
Sturm "Goretti" – in Deutschland als "Elli" bekannt – sorgt mit Orkanböen und heftigen Schneefällen in ganz Europa für Chaos. Die extremen Wetterbedingungen haben den Verkehr lahmgelegt, die Stromversorgung unterbrochen und Großveranstaltungen zum Erliegen gebracht. Tausende Menschen sitzen fest.
Der Sturm traf zunächst Norddeutschland und zwang die Deutsche Bahn, den gesamten Fernverkehr in der Region einzustellen. Betroffen sind über 3.000 Kilometer Schienennetz, darunter wichtige Strecken wie Berlin–Hannover–Ruhrgebiet und Hamburg–Hannover–Frankfurt. Im Raum Hannover bleibt der Zugverkehr mindestens bis Freitagmittag komplett eingestellt – Ersatzverbindungen gibt es nicht.
In Großbritannien stellte der Flughafen Birmingham wegen Schneestürms, die "Goretti" mit sich brachte, den Betrieb ein. In Frankreich fielen in der Nordwestregion fast 380.000 Haushalte zeitweise ohne Strom aus. Auch das Kernkraftwerk Flamanville wurde vorsorglich vorübergehend abgeschaltet.
Die Folgen des Sturms reichen bis in den Reise- und Sportbereich: Das Kreuzfahrtschiff AIDAnova änderte seine Route, ließ Southampton aus und kehrte vorzeitig nach Hamburg zurück. Das erste Bundesliga-Spiel des Jahres zwischen dem FC St. Pauli und RB Leipzig musste wegen starker Schneefälle abgesagt werden.
Die Fernzüge in Norddeutschland bleiben voraussichtlich bis Sonntag eingestellt. In Frankreich arbeiten Techniker unter Hochdruck, um die Stromversorgung wiederherzustellen, während Flughäfen und Verkehrsbetriebe die Schäden begutachten. Mit weiteren Verzögerungen und Ausfällen ist zu rechnen – die Auswirkungen des Sturms werden noch anhalten.






