08 May 2026, 12:15

Panter-Preis 2026 ehrt mutige Medienmacher: Von Gefangenenzeitungen bis zu mehrsprachigem Radio

Zeitungsvorderseite mit mehreren Anzeigen und Schlagzeilen.

Panter-Preis 2026 ehrt mutige Medienmacher: Von Gefangenenzeitungen bis zu mehrsprachigem Radio

Der Panter-Preis 2026 steht unter dem Motto Unabhängig, kritisch, widerstandsfähig und würdigt grassroots-mediale Projekte. Die Auszeichnung rückt Initiativen in den Fokus, die Grenzen im Journalismus und in der Gemeinschaftsarbeit überschreiten. Bei einer Abendveranstaltung am 14. Oktober werden in Hamburg die diesjährigen Preisträger geehrt.

Acht Medienprojekte stehen im Rampenlicht für ihr Engagement in unabhängiger Berichterstattung und öffentlicher Zugänglichkeit. Dazu gehört Der lichtblick, Deutschlands einzige unzensierte Gefangenenzeitung, die seit 1968 ohne Unterbrechung erscheint. Ein weiteres langjähriges Projekt ist UnAufgefordert, das im November 1989 als Studentenzeitung an der Humboldt-Universität startete und bis heute publiziert.

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Der basisdemokratische Sender Radio CORAX sendet seit dem 1. Juli 2000 aus Halle, während Radio Connection in Berlin-Marzahn mit einem mobilen Studio wöchentliche mehrsprachige Sendungen produziert. Zu den jüngeren Initiativen zählen RUMS, ein unabhängiges Lokalsmedium aus Münster (gegründet 2020), und nah:dran – Medien für alle, ein Projekt der Jugendpresse Deutschland, das sich auf Medienbildung für junge Menschen konzentriert.

Der Berndt Media Verlag steuert kostenlose Monatsmagazine zu lokaler Kultur und Kino in den Rhein-Ruhr-Regionen bei. Auch das Publikum ist gefragt: Die Abstimmung für den Publikumspreis läuft vom 8. bis 27. Juni 2026.

Die Bekanntgabe der Gewinner erfolgt am 14. Oktober um 18 Uhr im Museum der Arbeit in Hamburg. Der Panter-Preis 2026 ehrt Medienprojekte, die Normen herausfordern und unterrepräsentierte Gruppen eine Stimme geben – von Gefangenenjournalismus bis zu mehrsprachigen Radioprogrammen. Die Shortlist spiegelt eine vielfältige Medienlandschaft wider. Die Feier im Oktober würdigt ihren Beitrag zur unabhängigen Medienkultur in Deutschland.

Quelle