24 April 2026, 12:18

ProSieben bringt mit KI verstorbene Stars wie Amy Winehouse zurück – doch die Kritik wächst

Eine Frau singt in ein Mikrofon auf der Bühne, während ein Mann im Hintergrund Gitarre spielt.

ProSieben bringt mit KI verstorbene Stars wie Amy Winehouse zurück – doch die Kritik wächst

Umstrittene neue TV-Show feiert nächste Woche bei ProSieben Premiere

Staying Alive – Stars singen mit Legenden setzt auf künstliche Intelligenz, um verstorbene Künstler auf die Bühne zurückzuholen. Das Konzept hat bereits ethische Bedenken ausgelöst – Kritiker hinterfragen, ob es vertretbar ist, Auftritte ohne Zustimmung der Betroffenen nachzubilden.

Die von Endemol Shine produzierte Sendung wird digitale Rekonstruktionen von Stars wie Amy Winehouse, Elvis Presley, Whitney Houston und Freddie Mercury zeigen. Mithilfe von KI-Technologie werden deren Gesichter und Stimmen so angepasst, dass sie ihren ursprünglichen Auftritten entsprechen – und so "Duette" mit lebenden Künstlern ermöglichen. Im ersten Teil der Show tritt der deutsche Popstar Sasha gemeinsam mit einem virtuellen Abbild von Amy Winehouse auf.

Die Muttergesellschaft von ProSieben, ProSiebenSat.1, steckt seit Jahren in finanziellen Schwierigkeiten. 2022 kündigte das Unternehmen massive Sparmaßnahmen an, darunter den Abbau von über 400 Arbeitsplätzen. Staying Alive ist Teil des Versuchs, die Quoten zu steigern und den weiteren Niedergang zu stoppen.

Fabian Tobias, Geschäftsführer von Endemol Shine, bezeichnete die Show als ein "surrealistisches, die Realität sprengendes Szenario". Trotz der Kritik setzt ProSieben das Projekt um. Die erste Folge läuft am 25. April 2023, eine Woche später folgt die zweite Ausgabe.

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Die Premiere fällt in eine Zeit, in der die Debatte über die Ethik von KI-generierten Auftritten weitergeht. ProSieben hofft, dass das spektakuläre Konzept Zuschauer anzieht und die finanzielle Lage des Senders verbessert. Doch die Nutzung verstorbener Künstler ohne ausdrückliche Zustimmung ihrer Familien bleibt ein zentraler Streitpunkt.

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