04 May 2026, 18:24

RAPK aus Kreuzberg: Wie Rap und Protest in Berlin kollidierten – und sich neu erfinden

Eine Gruppe von Menschen marschiert auf einer Stadtstraße bei einer Protestaktion, einige halten Schilder und fahren Fahrräder, im Hintergrund ein historisches Gebäude mit Rundbogenfenstern, Säulen und Skulpturen.

RAPK aus Kreuzberg: Wie Rap und Protest in Berlin kollidierten – und sich neu erfinden

Das Berliner Rap-Trio RAPK aus Kreuzberg verbindet seit langem Musik mit Aktivismus. Jedes Jahr veranstaltet die Gruppe am 1. Mai ein Solidaritätskonzert und knüpft damit an die Protesttraditionen des Kiezes an. Ihre Auftritte sollen politische Botschaften verstärken – doch im vergangenen Jahr sorgten sie auch für Verzögerungen bei Demonstrierenden.

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RAPK besteht aus Victor, Tariq und Gustav, drei Künstlern, die tief in der Kreuzberger Szene verwurzelt sind. Ihre Texte thematisieren lokale Kämpfe – von Gentrifizierung und rassistischer Polizeikontrolle bis hin zu Drogenabhängigkeit. Für sie ist Rap mehr als Unterhaltung: ein Mittel, um Protest zugänglich zu machen und Menschen zu vereinen.

Das jährliche Konzert der Gruppe findet im Anschluss an das Myfest statt, das traditionelle Maifeier-Fest des Viertels. 2023 kollidierte ihr Auftritt jedoch mit dem Revolutions-Mai-Demonstrationszug. Die Zuschauer, die sich für die Musik versammelten, bremsten den Marsch aus. RAPK räumte später ihre Mitverantwortung für die Verzögerungen ein und entschuldigte sich für die Störung.

Um künftige Konflikte zu vermeiden, hat das Trio Änderungen beschlossen: Nächstes Jahr wird das Konzert an einem separaten Ort stattfinden, sodass die Marschroute nicht blockiert wird. Die Entscheidung spiegelt ihre Überzeugung wider, dass Protest und Kultur einander stärken – statt sich gegenseitig zu behindern – sollten.

RAPK bleibt mit ihrer Musik eng mit den sozialen Kämpfen Kreuzbergs verbunden. Die Konzerte werden weitergehen, allerdings mit Anpassungen, um logistische Probleme zu vermeiden. Der Ansatz der Gruppe zeigt, wie Kunst und Aktivismus sich verbinden lassen – und dass man aus vergangenen Herausforderungen lernen kann.

Quelle