07 April 2026, 18:22

Rechtsstreit um Caren Miosga: Medienanwalt wirft Talkshow Voreingenommenheit vor

"Offensichtlicher Verstoß gegen die Rechtsstaatlichkeit": Ulmens Anwalt greift "Caren Miosga" an

Rechtsstreit um Caren Miosga: Medienanwalt wirft Talkshow Voreingenommenheit vor

Ein Rechtsstreit ist um die nächste Ausgabe der NDR- und ARD-Talkshow Caren Miosga entbrannt. Der Medienanwalt Christian Schertz wirft der Sendung Vorurteile und rechtswidriges Verhalten in der Behandlung des Falls zwischen den Schauspielern Collien Fernandes und Christian Ulmen vor. Die Redaktion der Show weist die Vorwürfe entschieden zurück und betont, dass ihre Berichterstattung ein ernsthaftes Thema im Bereich des Schutzes vor digitaler Gewalt aufgreift.

Im Mittelpunkt der Kontroverse steht eine Folge, in der Fernandes und Bundesjustizministerin Stefanie Hubig zu Gast sein werden – nicht jedoch Ulmen. Schertz, der Ulmen vertritt, argumentiert, dass die Auslassung seines Mandanten bei der Diskussion des Streits die Gästeauswahl einseitig und rechtlich fragwürdig mache. Zudem behauptet er, die Sendung habe Ulmens Angebot, an der Sendung teilzunehmen, abgelehnt.

Schertz kritisiert darüber hinaus die Berichterstattung des Spiegel über einen Vorfall auf Mallorca als unvollständig. Er bestreitet die Vorwürfe, Ulmen habe Deepfake-Videos erstellt oder verbreitet – eine Behauptung, die mit dem laufenden Rechtsstreit zwischen Ulmen und Fernandes in Verbindung steht. Als Reaktion kündigte Schertz an, rechtliche Schritte gegen den Spiegel wegen dessen Berichterstattung einzuleiten.

Das Team von Caren Miosga hält dagegen fest, dass die Folge ein drängendes gesellschaftspolitisches Thema behandle: die Lücken im Schutz von Opfern digitaler Gewalt. Man weise alle Vorwürfe der Voreingenommenheit oder des Fehlverhaltens zurück und stehe hinter den redaktionellen Entscheidungen.

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Der Streit verdeutlicht die Spannungen zwischen anwaltlicher Vertretung und Medienberichterstattung in prominenten Fällen. Schertz' Androhung von Klagen gegen sowohl die Talkshow als auch den Spiegel lässt erwarten, dass der Konflikt anhalten wird. Unterdessen bleibt die Ausgabe von Caren Miosga mit Fernandes und Hubig als bestätigten Gästen wie geplant im Programm.

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