Regierung prüft Streichung der Steuervergünstigung für Handwerkerleistungen im Haushalt
Nina BrandtRegierung prüft Streichung der Steuervergünstigung für Handwerkerleistungen im Haushalt
Die deutsche Regierungskoalition prüft derzeit die Abschaffung einer Steuervergünstigung für Handwerksleistungen im Haushalt. Die Regelung ermöglicht es Haushalten derzeit, bis zu 20 Prozent der Handwerkerkosten von der Steuer abzusetzen – mit einer jährlichen Obergrenze von 6.000 Euro. Sollte die Förderung gestrichen werden, könnte dies Zehntausende Steuerzahler und Unternehmen im ganzen Land betreffen.
Mit der Steuerermäßigung können Privatpersonen bis zu 1.200 Euro pro Jahr zurückerhalten. Sie gilt für Arbeitskosten bei Reparaturen, Sanierungen und Instandhaltungsarbeiten. Nun erwägen Abgeordnete der Koalition, den Anreiz komplett abzuschaffen.
Bevor eine Entscheidung fällt, holt die Regierung Stellungnahmen von Wirtschaftsverbänden ein. Ziel ist es, die möglichen Folgen für Handwerker und Hauseigentümer abzuschätzen. Unterdessen gibt die oppositionelle CDU/CSU-Bundestagsfraktion an, von den Plänen nichts zu wissen.
Ein Sprecher des Bundesfinanzministeriums lehnte es ab, sich zur möglichen Streichung zu äußern. Die fehlende offizielle Bestätigung lässt sowohl Steuerzahler als auch Branchenvertreter in Ungewissheit zurück.
Das Ergebnis der Prüfung bleibt ungewiss. Würde die Steuervergünstigung entfallen, verlören Haushalte einen finanziellen Vorteil von bis zu 1.200 Euro jährlich. Unternehmen aus dem Bau- und Sanierungsgewerbe müssten zudem mit einer sinkenden Nachfrage nach ihren Dienstleistungen rechnen.






