Rettungseinsatz für gestrandeten Buckelwal in der Lübecker Bucht läuft auf Hochtouren
Theo SchmidtRettungseinsatz für gestrandeten Buckelwal in der Lübecker Bucht läuft auf Hochtouren
Ein Buckelwal sitzt seit Tagen auf einer Sandbank in der Lübecker Bucht an Deutschlands Ostseeküste fest. Rettungsteams arbeiten mit Hochdruck daran, das Tier zu befreien – bisher jedoch ohne Erfolg.
Bei dem Einsatz kommen schwere Maschinen zum Einsatz, darunter Bagger, die einen 50 Meter langen Kanal um den Wal graben sollen. Die Behörden hoffen, dass dies dem Tier einen Weg zurück in tieferes Wasser eröffnet.
Solche Rettungsversuche sind selten, aber nicht beispiellos. In der Vergangenheit haben Tiere in menschlichen Krisensituationen schon eingegreifen. So trug 2004 während des verheerenden Tsunamis in Südasien ein Elefantenbaby namens Ning Nong die achtjährige Amber Owen auf seinem Rücken in Sicherheit. Die Katastrophe forderte über 230.000 Menschenleben in Indonesien, Sri Lanka, Indien und Thailand.
Auch frühere Vorfälle zeigen ungewöhnliches Tierverhalten in Notlagen. 1996 rettete die Gorilladame Binti Jua im Brookfield Zoo von Chicago einen dreijährigen Jungen, der in ihr Gehege gestürzt war. Ein weiterer bekannter Fall ereignete sich 2004 in Neuseeland, als Delfine einen Schutzring um Schwimmer bildeten, um sie vor einem Weißen Hai zu bewahren.
Trotz dieser historischen Beispiele liegt der Fokus derzeit auf dem gestrandeten Wal. Die Einsatzkräfte arbeiten weiter – wenn auch mit langsamen Fortschritten. Die Lage des Tiers bleibt kritisch, während die Rettungsbemühungen andauern. Sollte der gegrabene Kanal erfolgreich sein, könnte er dem Wal den Weg von der Sandbank in offenes Gewässer ebnen. Bis dahin geben die Teams nicht auf und kämpfen weiter um die Befreiung des Wals.






