Sachsens kühner Plan: Chinesische Partner sollen VW-Werk Zwickau retten
Theo SchmidtSachsens kühner Plan: Chinesische Partner sollen VW-Werk Zwickau retten
Sachsens Wirtschaftsminister Dirk Panter (SPD) hat einen kühnen Plan vorgelegt, um Arbeitsplätze am Volkswagen-Werk in Zwickau zu sichern. Angesichts nachlassender Nachfrage nach den elektrischen ID-Modellen steht der Standort vor unsicherer Zukunft – was Forderungen nach einer Zusammenarbeit mit chinesischen Automobilherstellern laut werden lässt. Rund 10.000 Beschäftigte sind direkt vom Werk abhängig, weitere 30.000 Jobs hängen indirekt davon ab.
Das Zwickauer Werk war 2019 Europas erste rein auf Elektroautos ausgerichtete Fabrik. Doch seitdem haben Produktionskürzungen Sorgen um seine Zukunft geschürt. Volkswagen hat kürzlich die Eingliederung des Standorts in die Hauptproduktion auf mindestens 2027 verschoben – Arbeiter und lokale Verantwortliche suchen nun nach Lösungen.
Panter schlug vor, sich mit einem chinesischen Hersteller zusammenzutun, um ungenutzte Fertigungsstraßen auszulasten. Er argumentierte, China führe mittlerweile in vielen Bereichen der E-Mobilität und dürfe nicht mehr als aufstrebender Newcomer betrachtet werden. Ein Joint Venture könnte das Werk stabilisieren und Arbeitsplätze in Sachsen erhalten.
Damit eine solche Kooperation gelingt, betonte Panter die Notwendigkeit klarer europäischer Regeln und Standards. Ohne diese stünden Partnerschaften mit chinesischen Unternehmen vor rechtlichen und praktischen Hindernissen. Ziel des Vorhabens ist es, Entlassungen zu vermeiden und sich gleichzeitig an veränderte Marktanforderungen anzupassen.
Der Plan setzt auf chinesisches Know-how, um die ungenutzten Kapazitäten in Zwickau wiederzubeleben. Bei Erfolg könnten Tausende Arbeitsplätze gesichert werden, die mit dem Werk verbunden sind. Volkswagen hat sich zu dem Vorschlag noch nicht geäußert, doch der Druck wächst, einen nachhaltigen Weg für die Zukunft des Standorts zu finden.






