Spritpreise explodieren: Neue Regelung treibt Benzin um vier Cent hoch
Theo SchmidtSpritpreise explodieren: Neue Regelung treibt Benzin um vier Cent hoch
Eine neue Regelung zur Kraftstoffpreisbemessung hat die Spritpreise in ganz Deutschland in die Höhe schnellen lassen. Bereits am ersten Tag ihrer Geltung trieb die Änderung die Kosten um mehr als vier Cent pro Liter nach oben. Autofahrer müssen nun an der Zapfsäule tiefer in die Tasche greifen – während Branchenverbände den Ölkonzernen Vorwürfe machen.
Der bundesweite Durchschnittspreis für Super E10-Benzin stieg nach Inkrafttreten der Verordnung sprunghaft von 2,099 auf 2,147 Euro pro Liter an. Der plötzliche Anstieg sorgt für scharfe Kritik beim Mineralölwirtschaftsverband (MWV), der den Mineralölunternehmen vorwirft, die Verbraucher auszunutzen.
Herbert Rabl, Sprecher des Verbands, wies die Behauptung zurück, staatliche Steuern und Abgaben seien schuld an der Preiserhöhung. Solche Argumente seien ein gezielter Versuch, Autofahrer in die Irre zu führen, so Rabl. Stattdessen machte er die Preispolitik der Konzerne und die höhere Mehrwertsteuer als eigentliche Gründe für die drastischen Kosten aus.
Die Haltung des Verbands erhöht den Druck auf die Ölmultis, während die Fahrzeuglenker die finanziellen Folgen zu spüren bekommen. Da keine schnelle Entlastung in Sicht ist, erhitzt sich die Debatte über bezahlbaren Sprit weiter.
Die Preiserhöhung zwingt Autofahrer bundesweit, an den Tankstellen mehr zu zahlen. Branchenvertreter bleiben bei ihrer scharfen Kritik an den Ölkonzernen und betonen, dass unternehmerische Entscheidungen – und nicht die neue Regelung – die Ursache für die hohen Kosten seien. Bis auf Weiteres müssen sich die Verkehrsteilnehmer an die gestiegenen Preise gewöhnen, während der Streit um die Verantwortung andauert.






