Südwestdeutschlands Wirtschaft schwächelt zum dritten Mal in Folge und bleibt hinter dem Bundesschnitt zurück
Nina BrandtSüdwestdeutschlands Wirtschaft schwächelt zum dritten Mal in Folge und bleibt hinter dem Bundesschnitt zurück
Südwestdeutschland verzeichnet dritten Rückgang in Folge – Wirtschaft bleibt hinter Bundesschnitt zurück
Die Wirtschaft in Südwestdeutschland hat drei Jahre in Folge an Fahrt verloren. 2023 sank die Wirtschaftsleistung der Region erneut und blieb damit deutlich unter dem deutschen Durchschnitt. Neue Daten zeigen ein uneinheitliches Bild in den verschiedenen Branchen und Bundesländern.
Die gesamte Wirtschaftsleistung der Region belief sich 2023 auf rund 667,1 Milliarden Euro. Doch das Wachstum blieb schwach: Die Industrie schrumpfte real um 2,6 Prozent, und auch die Bauwirtschaft verzeichnete im Vergleich zum Vorjahr einen Rückgang.
Ein kleiner Lichtblick waren die Dienstleistungsbranchen, die ein leichtes Plus von 0,4 Prozent verbuchten. Doch dieser Anstieg reichte nicht aus, um die breiten Rückgänge auszugleichen. Besonders hart traf es das Saarland, dessen Wirtschaft um 0,9 Prozent einbrach.
Baden-Württemberg landete bei der Wirtschaftsleistung unter den deutschen Bundesländern auf dem vorletzten Platz. Die Arbeitslosigkeit im Land blieb hartnäckig hoch: Im Februar lag die Quote bei 4,8 Prozent. Bis März 2025 war sie zwar leicht auf 4,5 Prozent gesunken, aktuelle Zahlen zeigen jedoch einen Anstieg auf 4,7 Prozent.
Unterdessen führte Mecklenburg-Vorpommern die bundesweite Rangliste mit einem Wachstum von etwa 1,4 Prozent an. Der Kontrast unterstreicht die ungleiche Erholung in Deutschland.
Die anhaltende Rezession in Südwestdeutschland hält die Arbeitslosigkeit auf hohem Niveau und schwächt Schlüsselbranchen. Da Wirtschaftswachstum normalerweise Beschäftigung, Löhne und Steuereinnahmen stärkt, könnten die Probleme der Region öffentliche und private Ausgaben belasten. Die Verantwortlichen stehen nun unter Druck, die tieferliegenden Ursachen des Abschwungs anzugehen.






