Trumps Name prägt Amerika – von Geldscheinen bis zu Denkmälern
Ehemaliger US-Präsident Donald Trump hinterlässt weiter seine Spuren im Land – im wahrsten Sinne des Wortes. Von Währung bis zu Wahrzeichen: Sein Name und sein Konterfei tauchen an immer neuen Orten auf. Zu den jüngsten Initiativen zählen ein 100-Dollar-Schein mit seiner Unterschrift sowie Vorschläge, bedeutende Stätten nach ihm zu benennen.
Nun könnten Pläne für ein monumentales Denkmal in der Nähe des Nationalfriedhofs Arlington seinen Ruf für die Ewigkeit in Stein meißeln.
Trumps Strategie der Selbstvermarktung begann lange vor seiner Präsidentschaft. Als Unternehmer ließ er seinen Namen auf Gebäuden, Produkten und sogar einer Universität anbringen. Der Start seiner Präsidentschaftskampagne 2015 in der vergoldeten Lobby des Trump Tower setzte den Ton für sein politisches Image.
Während seiner ersten Amtszeit versehene seine Regierung die COVID-19-Hilfsschecks mit seinem Namen – ein ungewöhnlicher Schritt für einen amtierenden Präsidenten. Kürzlich kündigte das Finanzministerium einen neuen 100-Dollar-Schein an, der im Juni – rechtzeitig zu Trumps 80. Geburtstag – in Umlauf gebracht werden soll. Der Schein wird sowohl seine Unterschrift als auch die des Finanzministers Scott Bessent tragen. Damit wäre es das erste Mal, dass die Autogramme eines lebenden Präsidenten auf US-Währung erscheinen.
Doch Trumps Einfluss beschränkt sich nicht auf Geld. Ein republikanischer Abgeordneter hat vorgeschlagen, den Washingtoner Flughafen Dulles International nach ihm umzubenennen. Unterdessen wurde das Kennedy Center kurzzeitig zum Trump-Kennedy Center – was auf Widerstand bei Demokraten und Kennedy-Anhängern stieß. Nun könnten Pläne für ein neues Denkmal nahe Arlington einen Ballsaal, ein Besucherzentrum und einen Triumphbogen vorsehen – alles mit seinem Namen versehen.
Sogar die Einwanderungspolitik erhielt eine "Trump-Note". Seine Regierung führte die Trump Gold Card ein, ein VIP-Visum, das wohlhabenden Ausländern gegen eine Zahlung von fünf Millionen Dollar einen Aufenthaltstitel gewährt. Und zum 250. Jubiläum der USA wurde bereits eine Goldmünze mit seinem Abbild geprägt.
Kritiker werfen ihm vor, damit die Grenze zwischen öffentlichem Dienst und persönlicher Markenbildung zu verwischen. Doch für Trump ist diese Strategie nichts Neues – nur jetzt in größerem Maßstab.
Der neue 100-Dollar-Schein wird im Juni in Umlauf gebracht – inklusive Trumps Unterschrift. Sollten die Umbenennung des Flughafens oder das Arlington-Denkmal realisiert werden, würde sein Name in die kurze Liste historischer Persönlichkeiten aufgenommen, die in Washington verewigt sind. Bis dahin sorgt seine Präsenz auf Geldscheinen, Münzen und Visa dafür, dass sein Erbe im Alltag der Amerikaner allgegenwärtig bleibt.






