11 April 2026, 14:18

VdK-Präsidentin Bentele warnt vor Kürzungen bei Gesundheitsleistungen für Geringverdiener

Plakat mit dem Text "Beenden Sie den Job: Gesundheit sollte ein Recht sein, nicht ein Privileg" und einer Karte mit der Aufschrift "Machen Sie niedrigere Gesundheitskosten permanent und schließen Sie die Versorgungslücke für amerikanische Familien."

VdK-Präsidentin Bentele warnt vor Kürzungen bei Gesundheitsleistungen für Geringverdiener

Verena Bentele, Präsidentin des Sozialverbands VdK, hat sich gegen geplante Kürzungen bei den gesetzlichen Gesundheitsleistungen ausgesprochen. Sie warnte, dass Vorschläge zur Abschaffung der beitragsfreien Familienversicherung vor allem Frauen und Haushalte mit niedrigem Einkommen besonders hart treffen würden. Ihre Äußerungen erfolgen vor der Veröffentlichung eines zentralen Berichts der Gesundheitsfinanzkommission, der für Montag erwartet wird.

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Bentele lehnt Maßnahmen, die die Kosten auf Patientinnen und Patienten abwälzen, entschieden ab. Sie sprach sich gegen höhere Zuzahlungen für Medikamente und die Wiedereinführung von Praxisgebühren aus – beides würde ihrer Meinung nach chronisch Kranke, ältere Menschen und Geringverdiener ungerechtfertigt belasten. Stattdessen forderte sie strukturelle Reformen, um die Finanzen des Systems auszugleichen, ohne die Versorgungsqualität zu beeinträchtigen.

Sie betonte, dass alle Beteiligten – einschließlich der Bundesregierung und der Leistungserbringer im Gesundheitswesen – ihren Teil zur Stabilisierung der Kosten beitragen müssten. Zu ihren Vorschlägen gehören die Anhebung der Beitragsbemessungsgrenze für Krankenversicherungsbeiträge sowie die Ausweitung der einkommenspflichtigen Einnahmearten. Der VdK erwartet von den anstehenden Empfehlungen der Kommission eine Entlastung der Beitragszahler, ohne dass bestehende Leistungen gekürzt werden.

Die Gesundheitsfinanzkommission wird am Montag 60 Maßnahmen zur Kostensenkung vorstellen. Diese Vorschläge zielen darauf ab, die steigenden Ausgaben im gesetzlichen Gesundheitssystem in den Griff zu bekommen. Bentele machte jedoch deutlich, dass Veränderungen nicht auf Kosten schutzbedürftiger Gruppen gehen dürfen.

Benteles Haltung unterstreicht den Spannungsbogen zwischen Kostendämpfung und Patientenschutz. Der Bericht der Kommission wird nun genau darauf überprüft werden, ob die vorgeschlagenen Maßnahmen die finanzielle Verantwortung gerecht verteilen. Der VdK hat klargestellt, dass Reformen vermeiden müssen, zusätzliche Belastungen für diejenigen zu schaffen, die bereits am stärksten kämpfen.

Quelle