13 April 2026, 04:16

Warendorfs Stadtrat behält umstrittene Straßennamen gegen Bürgerwillen bei

Schwarzes und weißes Foto von Charlottenburg, Deutschland, das eine Stadtstraße mit Gebäuden, Straßenmasten, Lampen, Namensschildern, Kraftfahrzeugen, Fußgängern, Gittern und einem klaren Himmel zeigt.

Warendorfs Stadtrat behält umstrittene Straßennamen gegen Bürgerwillen bei

Der Stadtrat von Warendorf hat beschlossen, die aktuellen Namen dreier umstrittener Straßen beizubehalten – trotz der Empfehlung eines Bürgergremiums, sie umzubenennen. Die Abstimmung folgte monatelangen Debatten über die Wagenfeldstraße, den Agnes-Miegel-Weg und die Heinrich-Tenhumberg-Straße, wobei letztlich Kosten und administrative Bedenken den Ausschlag gaben.

Die Ratsmehrheit lehnte Kompromissvorschläge ab, darunter den Plan, erklärende Tafeln oder Zitate des ortsansässigen Autors Paul Schallück anzubringen. Die Entscheidung fiel, nachdem ein Bürgerbündnis den Rat aufgefordert hatte, die Straßennamen zu überdenken. Reinhold Schoppmann, Mitglied der Initiative, kritisierte, der Rat ignoriere die öffentliche Meinung. Ratsmitglied André Wenning hingegen betonte, die Ansichten der Anwohner hätten bei der endgültigen Entscheidung mehr Gewicht gehabt.

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Der Austausch der Straßenschilder hätte schätzungsweise 5.700 Euro gekostet – ein Betrag, den der Rat als zu hoch einstufte. Stattdessen entschied man sich für den Erhalt der bestehenden Namen. Selbst kleinere Anpassungen wie zusätzliche Informationstafeln wurden aus finanziellen und organisatorischen Gründen abgelehnt.

Eine Ausnahme gibt es: Eine Tafel mit einem Zitat von Agnes Miegel bleibt am Rathaus erhalten. Diese Entscheidung steht im Kontrast zur grundsätzlichen Weigerung, die Straßennamen selbst zu ändern, und zementiert damit den Status quo. Mit dem Beschluss behalten die Wagenfeldstraße, der Agnes-Miegel-Weg und die Heinrich-Tenhumberg-Straße ihre bisherigen Bezeichnungen. Weitere Änderungen oder zusätzliche Beschilderungen sind nicht vorgesehen. Das Ergebnis spiegelt die Prioritätensetzung des Rates wider, der Haushaltszwänge und die Präferenzen der Anwohner über die breitere öffentliche Debatte stellte.

Quelle