15 May 2026, 12:33

Wie die CDU gegen die AfD in Ostdeutschland kämpft – und manchmal gewinnt

Karte von Deutschland, die die Ergebnisse der Wahl von 2016 Provinz für Provinz hervorhebt, wobei rot und blau unterschiedliche Ergebnisse anzeigen, begleitet von Namen der Kandidaten und Wahldatum-Text.

Wie die CDU gegen die AfD in Ostdeutschland kämpft – und manchmal gewinnt

Die neueste Folge von Bundestalk, einem wöchentlichen Politik-Podcast, untersucht, wie sich Deutschlands etablierte Parteien gegen den wachsenden Einfluss der AfD zur Wehr setzen können. Die Debatte kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die rechtspopulistische Partei in den Kommunalwahlen Ostdeutschlands trotz starker Umfragewerte gemischte Ergebnisse erzielt.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Bei einer kürzlichen Wahl konnte die amtierende CDU-Politikerin Karina Dörk in der Uckermark einen AfD-Herausforderer abwehren – ein Zeichen für sich wandelnde Wählerdynamiken im Osten. Die AfD verzeichnet seit Langem ihre stärkste Unterstützung in Ostdeutschland, mit aktuellen Umfragewerten von 41 Prozent in Sachsen-Anhalt und 36 Prozent in Mecklenburg-Vorpommern. Bundesweit hat die Partei die CDU/CSU in jüngsten Erhebungen zudem um zwei bis drei Prozentpunkte überholt. Dennoch tut sich die AfD in diesem Jahr in lokalen Wahlen schwer: Von 28 Bürgermeister- und Kreistagswahlen, zu denen sie antrat, gewann sie lediglich zwei.

In der Uckermark sicherte sich die CDU-Politikerin Karina Dörk mit klarem Vorsprung gegen den AfD-Abgeordneten Felix Teichner ihren Sitz. Während ihres Wahlkampfs mied Dörk Debatten über symbolträchtige Themen wie die „Brandmauer“ gegen die AfD und setzte stattdessen auf ihre Bilanz und Kompetenz. Teichner hingegen gab sich überraschend versöhnlich, präsentierte sich als zugänglich und spielte bei Veranstaltungen sogar Lieder des linksextremen Liedermachers Hannes Wader auf dem Klavier.

Analysten stellen fest, dass die AfD zwar an Zuspruch gewinnt, aber nur ein kleiner Teil ehemaliger CDU- und CSU-Wähler zur Partei gewechselt ist. Eine größere Gruppe scheint sich stattdessen linken Alternativen zuzuwenden oder plant, der Wahl ganz fernzubleiben. Die aktuelle Bundestalk-Folge geht diesen Entwicklungen nach und bewertet, ob es den etablierten Parteien gelingt, den Aufstieg der AfD wirksam einzudämmen – und was das für die politische Landschaft Deutschlands bedeutet.

Die widersprüchlichen Ergebnisse der AfD bei Kommunalwahlen stehen im Kontrast zu ihren starken regionalen Umfragewerten und werfen Fragen auf, inwiefern die Partei ihre Unterstützung in konkrete Siege ummunzen kann. Während die CDU wichtige Ämter hält und die Wähler in verschiedene Richtungen driftet, bleibt der politische Kampf in Ostdeutschland in Bewegung. Der Bundestalk-Podcast begleitet diese Entwicklungen weiter und veröffentlicht wöchentlich neue Folgen auf seiner Website sowie bei Spotify, Deezer und iTunes.

Quelle