30.000 Radfahrer fordern bei Berliner Sternfahrt bessere Radwege und mehr Sicherheit
Nina Brandt30.000 Radfahrer fordern bei Berliner Sternfahrt bessere Radwege und mehr Sicherheit
Rund 30.000 Radfahrerinnen und Radfahrer haben am Sonntag die Straßen Berlins für die jährliche Sternfahrt übernommen. Die vom Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) organisierte Veranstaltung sperrte zeitweise Autospuren, während sich die Teilnehmer am Großen Stern versammelten. Seit Jahrzehnten setzt dieser Protest ein Zeichen für bessere Radbedingungen in der Stadt.
Die Sternfahrt wird jedes Jahr offiziell als Demonstration angemeldet. Dadurch können Radlerinnen und Radler Straßen und Autobahnen nutzen, die sonst dem Autoverkehr vorbehalten sind. Autofahrer mussten mit Umleitungen rechnen, da wichtige Verkehrsadern für die Aktion gesperrt wurden.
Die Teilnehmenden erreichten den Großen Stern über etwa 20 verschiedene Routen, die alle an der Siegessäule zusammenliefen. Die Großveranstaltung ist seit langem ein zentraler Moment für die Berliner Fahrradcommunity.
Marlene Alber, Politikberaterin beim ADFC Berlin, nutzte die Gelegenheit, um Forderungen zu stellen. Sie verlangte mehr Investitionen und den Ausbau von Radwegen statt Kürzungen im Haushalt. Sichere Infrastruktur müsse für Verkehrsplaner absolute Priorität haben, betonte sie.
Der Protest unterstrich die anhaltenden Forderungen nach einem besseren Radwegenetz in Berlin. Mit 30.000 Teilnehmenden zeigte die Veranstaltung die starke öffentliche Unterstützung für sichere und besser finanzierte Radrouten. Die Organisatoren werden auch im kommenden Jahr weiter Druck auf die Behörden ausüben, um Veränderungen durchzusetzen.






