Netzausbau am Oberrhein stockt: Wind- und Solarprojekte warten auf Anschluss
Nina BrandtNetzausbau am Oberrhein stockt: Wind- und Solarprojekte warten auf Anschluss
Regionale Verantwortungsträger und Netzbetreiber trafen sich in Emmendingen, um den Ausbau des Stromnetzes am Südlichen Oberrhein voranzutreiben. Die Veranstaltung wurde vom Regionalverband Südlicher Oberrhein organisiert und brachte zentrale Akteure aus Kommunen, Landkreisen und Energieversorgern zusammen. Der wachsende Zubau erneuerbarer Energien und die steigende Nachfrage übersteigen die aktuellen Netzkapazitäten.
Der Regionalverband Freiburg stellte Pläne vor, um Genehmigungsverfahren für Umspannwerke, Transformatorenstationen und Stromleitungen zu beschleunigen. Damit soll der dringend benötigte Infrastrukturausbau vorangetrieben werden, um weitere Wind- und Solarprojekte zu ermöglichen.
Vertreter der Netzbetreiber und lokalen Behörden diskutierten die Belastung des Netzes. Einige neue Wind- und Solaranlagen können aufgrund begrenzter Kapazitäten nicht zeitnah angeschlossen werden. Auch Unternehmen haben zunehmend Schwierigkeiten, den benötigten Netzzugang zu erhalten.
Dr. Kai-Achim Klare, Vorsitzender des Regionalverbands, betonte die Notwendigkeit, Erzeugung, Netzausbau, Speicherung und Verbrauch von Energie besser aufeinander abzustimmen. Besonders großflächige Batteriespeicher standen im Fokus, da diese die ohnehin schon stark belasteten Stromnetze zusätzlich unter Druck setzen. Gleichzeitig verzeichnen Städte und Gemeinden eine wachsende Nachfrage nach Speicherlösungen.
Die Konferenz unterstrich die Dringlichkeit, den Netzausbau mit dem Ausbau erneuerbarer Energien zu synchronisieren. Ohne schnellere Fortschritte werden neue Energieprojekte sowie die steigende Nachfrage durch Wärmepumpen, Elektrofahrzeuge und Industrie weiterhin auf Hindernisse stoßen. Die neuen Pläne des Regionalverbands zielen darauf ab, diese Engpässe gezielt zu überwinden.
