07 May 2026, 04:14

AfD-Politiker Gottschalk fordert radikale Wende in Rente, Energie und EU-Politik

Plakat bewirbt Bergbahn, Deutschland als Elektrostadt mit Bildern von Gebäuden, Bäumen, Hügeln und beschreibendem Text.

AfD-Politiker Gottschalk fordert radikale Wende in Rente, Energie und EU-Politik

Christian Gottschalk, ein führender Vertreter der Alternative für Deutschland (AfD), hat weitreichende Änderungen der Parteipolitik gefordert. Seine Vorschläge betreffen Renten, Energiepolitik und EU-Subventionen – ein Abrücken von einigen langjährigen Positionen der AfD. Zudem bezog er persönlich Stellung zu grüner Technologie und signalisierte damit einen Bruch mit der bisherigen Skepsis seiner Partei.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Gottschalk plädierte für ein Ende der EU-Agrarsubventionen, da Landwirte diese seiner Meinung nach nicht mehr benötigten. Zudem forderte er eine Überarbeitung des AfD-Rentensystems und sprach sich für eine stärkere private Altersvorsorge und kapitalgedeckte Renten statt staatlicher Abhängigkeit aus. Einer seiner Vorschläge sah vor, einen Teil des Kindergeldes in einen staatlichen Kapitalfonds umzuleiten, um künftige Renten zu stützen.

Zur Frage des Arbeitens über das 65. Lebensjahr hinaus räumte er ein, dass dies nicht in allen Berufen möglich sei, und nannte Handwerker als Beispiel. Um die Renten zu finanzieren, schlug er vor, statt Steuererhöhungen die Einnahmen aus der Pkw-Maut zu nutzen.

Auch in der Energiepolitik bezog Gottschalk Position: Er verteidigte Wärmepumpen als die günstigste Heizoption und wies die Annahme zurück, sie erforderten Fußbodenheizungen – gestützt auf eigene Erfahrungen, da er selbst seit einem Jahr eine nutzt. Zudem besitzt er eine Photovoltaikanlage und ein Elektroauto, beide von deutschen Herstellern.

Von der früheren AfD-Forderung nach einem EU-Austritt Deutschlands, dem sogenannten „Dexit“, distanzierte sich Gottschalk deutlich. Die meisten Parteimitglieder unterstützten dies seiner Aussage nach nicht mehr; stattdessen forderte er eine grundlegende Überprüfung des AfD-Programms. Gleichzeitig lobte er bestimmte Steuerpolitiken der früheren Großen Koalition, etwa die Senkung der Unternehmenssteuern, die Reduzierung der Energieabgaben und die Erhöhung der Pendlerpauschale.

Gottschalks Vorschläge deuten auf einen Kurswechsel der AfD hin, insbesondere in den Bereichen Rente, Energie und EU-Politik. Seine persönliche Nutzung grüner Technologien steht im Kontrast zu früheren Parteipositionen. Die Änderungen könnten die Debatten innerhalb der AfD und darüber hinaus neu prägen.

Quelle