Aktivisten legen Hakenkreuz aus veganem Hackfleisch bei AfD-Frühstück
Theo SchmidtAktivisten legen Hakenkreuz aus veganem Hackfleisch bei AfD-Frühstück
Eine Gruppe linksgerichteter Aktivist:innen hat eine Frühstücksveranstaltung der AfD in Heidenheim gestört, indem sie aus veganem Hackfleisch ein Hakenkreuz legte. Die Aktion, für die sich Mitglieder des Zentrums für Politische Schönheit verantwortlich erklärten, hat für Kontroversen gesorgt und eine polizeiliche Untersuchung ausgelöst.
Die Aktivist:innen rechtfertigten ihren Einsatz als „künstlerische Intervention“, die eine Debatte anregen solle, während AfD-Vertreter:innen die Aktion als beleidigend und rechtswidrig verurteilten.
Der Vorfall ereignete sich in einem Hotel, in dem die AfD zu einem Frühstücksempfang eingeladen hatte. Die Aktivist:innen formten aus 1,2 Kilogramm veganem Hackfleisch, Zwiebeln und Gurken ein Hakenkreuz. Daneben schrieben sie die Worte „Hütet euch vor der NSAFD“ – ein Wortspiel mit dem Parteinamen.
Die Polizei bestätigte den Vorfall und prüft derzeit, ob die Darstellung gegen Gesetze verstößt, die verfassungsfeindliche Symbole verbieten. Die Aktivist:innen argumentierten, ihr Einsatz des Hakenkreuzes sei gerechtfertigt, da sie einen klaren politischen Kontext geschaffen hätten und es sich daher um eine Aussage, nicht um eine Straftat handele.
Einige der Beteiligten gaben später an, nach der Aktion Drohungen von AfD-Politiker:innen erhalten zu haben. Eine führende Aktivistin bezeichnete den Stunt als gezielte Provokation, die eine Auseinandersetzung mit der Politik der Partei erzwingen solle.
Der AfD-Landesvorsitzende Emil Sänze nannte die Aktion eine „Schande“ und schlug den Aktivist:innen vor, sie sollten „lieber einen Job suchen“ statt Proteste zu inszenieren. Die Gruppe hinter der Aktion ist für spektakuläre Interventionen bekannt, darunter die Störung eines ARD-Interviews mit der AfD-Co-Vorsitzenden Alice Weidel in der Vergangenheit.
Die polizeilichen Ermittlungen zum Vorfall laufen noch. Die Verwendung eines Hakenkreuzes – selbst in einem politischen Kontext – wirft rechtliche Fragen zu den Grenzen des Protests auf. Die AfD hingegen wies die Aktion als Versuch zurück, die Partei zu diffamieren, statt eine sachliche Debatte zu führen.






