21 March 2026, 00:23

Apothekensterben im Landkreis Darmstadt-Dieburg: Vier Standorte in fünf Jahren geschlossen

Außenansicht des "The Generics Pharmacy"-Ladens mit umliegenden städtischen Elementen wie Gebäuden, Fahrzeugen und Infrastruktur unter einem klaren blauen Himmel.

Apothekensterben im Landkreis Darmstadt-Dieburg: Vier Standorte in fünf Jahren geschlossen

Die Zukunft der Apotheken im Landkreis Darmstadt-Dieburg steht unter wachsendem Druck. In den vergangenen fünf Jahren haben vier Apotheken endgültig geschlossen – eine Entwicklung, die Sorgen um die Versorgung mit essenzieller medizinischer Grundversorgung aufkommen lässt. Dr. Nojan Nejatian, Inhaber der Heegbach-Apotheke in Erzhausen, fordert nun dringende Maßnahmen, um das verbleibende Netz zu schützen.

Nejatian traf sich kürzlich mit Landrat Klaus Peter Schellhaas und Christel Sprößler, der Kreisbeauftragten für Soziales und Jugend. Im Mittelpunkt des Gesprächs stand die Sicherung der medizinischen Versorgung in Erzhausen und der gesamten Region. Nejatian betonte, dass ein zuverlässiges Apothekennetz für das Gemeinwohl und die Lebensqualität unverzichtbar sei – besonders angesichts der alternden Bevölkerung.

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Schellhaas setzt sich seit Langem für den Erhalt der medizinischen Versorgung im Landkreis Darmstadt-Dieburg ein und hat sogar mitgeholfen, zwei Medizinische Versorgungszentren (MVZ) aufzubauen. Nejatian schlug vor, künftige MVZ mit Apotheken zu verknüpfen, um die lokale Versorgung zu stärken. Ohne solche Schritte könnte die aktuelle Welle von Schließungen das gesamte System schwächen und die Bevölkerung ohne nahgelegene Angebote zurücklassen.

Sprößler, SPD-Kandidatin und mögliche Nachfolgerin von Schellhaas, versprach, dessen Kurs fortzuführen. Sie sieht die lokale medizinische Versorgung als gesellschaftliche Verantwortung und warnt davor, dass plötzliche Apothekenschließungen verhindert werden müssten. Ein stabiles Gesundheitsnetz, so ihre Argumentation, erfordere langfristiges politisches Engagement und verlässliche Strukturen.

Die Schließungen haben in einigen Gebieten bereits zu Einschränkungen bei der Arzneimittelversorgung geführt. Ohne Gegenmaßnahmen könnten noch mehr Bürger Schwierigkeiten bekommen, lebenswichtige Medikamente zu erhalten. Das Treffen unterstrich die Notwendigkeit abgestimmter Anstrengungen, um weitere Verluste im lokalen Apothekennetz zu verhindern.

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